Wo entsteht Terradura?

Im Zürcher Unterland. Bei der Suche nach dem besten Standort für ein Tiefenlager wurde dieses Gebiet Nördlich Lägern genannt. Konkret: Die an der Oberfläche sichtbaren Anlagen sollen im Gebiet Haberstal in der Gemeinde Stadel gebaut werden.

Drei Gründe sprechen für Nördlich Lägern

Die Suche nach dem besten Standort

Die Suche nach dem besten Standort für ein Tiefenlager läuft gemäss «Sachplan geologische Tiefenlager».

Der Bund führt das breit abgestützte Verfahren. Entscheidend für die Sicherheit eines Lagerstandorts sind die Verhältnisse im Untergrund und nicht diejenigen an der Oberfläche. Auch politische Aspekte sind für den besten Standort nicht ausschlaggebend, sondern allein Aspekte der Geologie und der Betriebssicherheit. Für das gesamte Projekt spielen auch sozioökonomische und raumplanerische Aspekte eine Rolle, sie sind aber der Sicherheit nachgeordnet.

Im Standortwahlverfahren haben die Betroffenen eine Mitsprachemöglichkeit. Das verantwortliche Bundesamt für Energie (BFE) bietet mehr Informationen zur regionalen Partizipation.

Warum ausgerechnet hier?

Der Norden der Schweiz eignet sich am besten für ein geologisches Tiefenlager. Dort liegt der Opalinuston in der richtigen Tiefe, Qualität und Ausdehnung sowie verhältnismässig ungestört vor. Dort hat die Nagra auch die letzte Etappe ihrer Standortsuche durchgeführt und sich dabei auf drei Gebiete fokussiert. Das Ergebnis: Der beste Standort mit den grössten Sicherheitsreserven befindet sich im sogenannten Standortgebiet Nördlich Lägern im Zürcher Unterland.

Wie funktioniert ein Tiefenlager wie Terradura?

In einem Tiefenlager werden radioaktive Abfälle entsorgt. Dazu braucht es eine technische Infrastruktur, aber auch eine geeignete umliegende Gesteinsschicht. Der Lagerbereich im Untergrund ist von einer dicken Gesteinsschicht namens Opalinuston umgeben. Dieses tonhaltige Gestein ist der wichtigste Teil der Lösung, die den sicheren Einschluss von Atommüll über lange Zeiträume gewährleistet.

Das Herzstück: Opalinuston

Dieses unscheinbare Tongestein schützt Mensch und Umwelt langfristig. Zu verdanken haben wir das den drei besonderen Eigenschaften des Opalinustons:

  • Er ist für Wasser praktisch undurchlässig.
  • Er kann Risse von selbst wieder verschliessen.
  • Er bindet radioaktive Stoffe.

Diese Eigenschaften machen den Opalinuston zum perfekten Gestein für das Schweizer Tiefenlager. Imposant: Der Opalinuston entstand vor über 170 Millionen Jahren. Er hat sich seither jedoch kaum verändert, die Zeit steht für ihn praktisch still.

Wer sind wir?

Die Nagra treibt ein Jahrhundertprojekt voran: Terradura, das Tiefenlager der Schweiz. Darin können wir unseren Atommüll sicher entsorgen – zum Schutz von Mensch und Umwelt. Dafür stehen wir von der Nagra ein: mit wissenschaftlicher und technischer Expertise, im Dialog mit der Gesellschaft.