Über uns
Wir sind die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) mit Sitz in Wettingen. Wir beschäftigen Fachleute aus Naturwissenschaften und dem Ingenieurwesen. Auch Mitarbeitende, die sich um kommunikative, administrative und organisatorische Aufgaben kümmern, gehören zu unserem Team. Rund 130 Menschen arbeiten an unserem Jahrhundertprojekt: Für eine sichere Zukunft der Schweiz.

Unsere Mission
Bei der Stromproduktion in Kernkraftwerken, aber auch in der Medizin, der Industrie und der Forschung entstehen radioaktive Abfälle. Diesen Atommüll endlich entsorgen, damit wir künftige Generationen nicht mehr damit belasten: Das ist die Mission der Nagra.
Unser Auftrag
Die Verantwortung für die radioaktiven Abfälle der Schweiz liegt bei den sogenannten Entsorgungspflichtigen: den Betreibern der Kernkraftwerke und dem Bund. Der Bund ist für die Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung zuständig. Die Nagra hat von den Entsorgungspflichtigen den Auftrag, die Abfälle langfristig sicher in einem Tiefenlager zu entsorgen.
Wer bezahlt?
Die Betreiber der Kernkraftwerke und der Bund finanzieren die laufenden Kosten und somit auch die Nagra gemäss Verursacherprinzip. Um die Kosten nach der Ausserbetriebnahme der Kernanlagen zu decken, zahlen deren Betreiber jährlich in die beiden Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (STENFO) ein, die beide unter Aufsicht des Bundes stehen. Die Kosten für die Entsorgung radioaktiver Abfälle müssen alle fünf Jahre neu ermittelt werden. Basierend auf dieser Grundlage wird in die Fonds einbezahlt.
Die laufenden und künftigen Entsorgungskosten für die Abfälle aus Kernkraftwerken sind im heutigen Strompreis bereits inbegriffen. Für jede Kilowattstunde Kernenergie bezahlen Konsumentinnen und Konsumenten rund einen Rappen für die Entsorgung beziehungsweise die Stilllegung und den Rückbau der Kernkraftwerke, die Transporte, die Zwischenlagerung sowie die geologische Tiefenlagerung inklusive der dazu nötigen Forschungsarbeiten. Der Bund sammelt die Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung ein. Auch bei diesen Abfällen müssen die Verursachenden eine Gebühr entrichten.
Die Nagra besuchen
Wie und wo forscht die Nagra an der Entsorgung von Atommüll? Wir zeigen es dir gerne. Besuche uns im Nagra-Treffpunkt in Stadel, im Bohrkernarchiv in Mellingen, im Felslabor Mont Terri oder im Felslabor Grimsel.
Führungen im Felslabor Mont Terri
Wir als grösster Forschungspartner führen euch gerne durch das vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo geleitete Felslabor Mont Terri. Dort wird direkt im Opalinuston geforscht, dem Wirtgestein, in dem dereinst das Tiefenlager gebaut wird.
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Besuchstag Felslabor Grimsel am 13. Juni 2026
Programm und Reisemöglichkeiten Besuchstag
Am Vormittag und Nachmittag des 13. Juni 2026:
Vormittags mit Gratis-Bus: 08:00 Uhr ab Meiringen Bahnhof, 08:15 Uhr ab Grimseltor Innertkirchen; Ankunft in Guttannen, grosser Parkplatz um 08:45 Uhr.
Vormittags mit Auto oder öffentlichem Linienbus: spätestens Eintreffen um 08:45 Uhr auf dem grossen öffentlichen Parkplatz in Guttannen.
Führung im Felslabor 09:00 Uhr – 11:45 Uhr.
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Am Nachmittag des 13. Juni 2026:
Nachmittags mit Gratis-Bus: 12:30 Uhr ab Meiringen Bahnhof, 12:45 Uhr ab Grimseltor Innertkirchen; Ankunft in Guttannen, grosser Parkplatz um 13:15 Uhr.
Nachmittags mit Auto oder öffentlichem Linienbus: spätestens Eintreffen um 13:15 Uhr auf dem grossen öffentlichen Parkplatz in Guttannen.
Führung im Felslabor 13:30 Uhr – 16:15 Uhr.
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Nagra-Treffpunkt
Die Nagra hat einen Treffpunkt in Stadel. Komm vorbei und sprich mit uns über das Jahrhundertprojekt Tiefenlager. Wir sind mittwochs und freitags von 9 bis 17 Uhr für dich da und freuen uns auf deinen Besuch!

Bohrkernarchiv in Mellingen
Entdeckt unser Bohrkern-Archiv in Mellingen/AG. Hier lagern Tausende Bohrkerne aus der Nordschweiz – unser geologisches Gedächtnis für das geplante Tiefenlager.
Die Geschichte der Nagra
Die sichere Entsorgung von Atommüll ist ein Generationenprojekt.
Gründung der Nagra
Wer radioaktive Abfälle produziert, muss diese auch entsorgen. So schreibt es das Schweizer Kernenergiegesetz heute vor. Am 4. Dezember 1972 gründen alle Produzenten von radioaktiven Abfällen gemeinsam die Nagra, die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle. 1977 entsteht in Baden eine eigene Nagra-Geschäftsstelle, der Physiker Hans Issler wird zum Geschäftsleiter gewählt.
Nidwalden lehnt das Endlagerprojekt Wellenberg ab
Die Nagra schlägt im Jahr 1993 den Wellenberg im Kanton Nidwalden als Standort für ein geologisches Tiefenlager für schwach- und mittelaktive Abfälle vor.
1995 wird das Projekt Wellenberg aufgrund eines kantonalen Volksentscheides mit einem Nein-Anteil von 52 Prozent blockiert.
Ein Rückschlag.
Neuer Anlauf
Die Politik nimmt einen neuen Anlauf. Die Suche nach geeigneten Standorten wird mit dem Sachplan geologische Tiefenlager (SGT) klar geregelt. Die erste SGT-Etappe startet im Jahr 2008. In der zweiten und dritten Etappe werden die geeigneten Gebiete durch vertiefte Untersuchungen eingegrenzt. Von den ursprünglich sechs Gebieten bleiben drei übrig: Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost.
Der Standortvorschlag der Nagra
Die Nagra schlägt Nördlich Lägern im Zürcher Unterland als Standort für das Schweizer Tiefenlager vor. Die Verpackungsanlage soll beim Zwischenlager in Würenlingen entstehen. Im September 2024 werden die Rahmenbewilligungsgesuche beim Bund eingereicht und im Jahr 2025 veröffentlicht.
Entscheid zu Terradura
Rahmenbewilligung erteilt? Dieser Grundsatzentscheid klärt die Frage, ob die Schweiz ihre radioaktiven Abfälle in einem Tiefenlager am Standort Stadel im Zürcher Unterland entsorgen will.
Terradura entdecken

Unsere Geschäftsleitung

Matthias Braun

Maurus Alig

Jan Konstanty

Philipp Senn

Ingo Blechschmidt

Irina Gaus

Tim Vietor

Tiina Jalonen

Severin Wälchli
Unsere Verwaltung
Die Verwaltung der Nagra setzt sich aus Vertretern der Genossenschafter sowie bis zu drei weiteren Mitgliedern zusammen. Verwaltung und der Präsident werden durch die Generalversammlung der Nagra gewählt.
- Lino Guzzella, Verwaltungspräsident
- Roland Schmidiger, Vizepräsident, Axpo Power AG
- Roland Grüter, Kernkraftwerk Leibstadt AG
- Philipp Hänggi, BKW Energie AG
- Thomas Kohler, Alpiq AG
- Matthias Neuenschwander, Consulting Engineers SA
- Alexander Puhrer, Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG
- Thierry Strässle, Schweizerische Eidgenossenschaft (PSI)
- Bruno Ulrich, Zwilag AG