Wann wird gebaut?
Die aktuelle Planung des Jahrhundertprojekts sieht den Baubeginn Mitte der 2030er-Jahre vor. Zunächst muss jedoch die Rahmenbewilligung erteilt werden. Die Entscheidung dazu dürfte im Jahr 2031 fallen. Erst danach kann das Baugesuch eingereicht werden.
Zeitplan
Mit dem Rahmenbewilligungsgesuch liegen die Fakten auf dem Tisch, die es der Schweiz ermöglichen, den Grundsatzentscheid zum Tiefenlager Terradura zu fällen.
Der Entscheid wird vom Bundesrat gefällt und muss dem Parlament zur Genehmigung vorgelegt werden. Wird das Referendum ergriffen, hat das Schweizer Stimmvolk das letzte Wort – voraussichtlich im Jahr 2031.
Werden die Rahmenbewilligungen erteilt, sind die Standorte für das Tiefenlager und die Verpackungsanlagen
gesichert. Anfang der 2030er- Jahre
reicht die Nagra das Baugesuch für Terradura ein. Gibt die Schweiz grünes Licht, kann der Bau des Tiefenlagers
beginnen. Die Einlagerung der ersten radioaktiven
Abfälle ist ab 2050 vorgesehen.
Standortvorschlag
Nördlich Lägern ist der Standort mit den grössten Sicherheitsreserven. So kommunizierte die Nagra im September 2022 ihren Standortvorschlag. In diesem Gebiet im Zürcher Unterland schliesst das Gestein die Abfälle künftig am besten ein.
Einreichung der Rahmenbewilligungsgesuche
In diesen Unterlagen hat die Nagra die detaillierte und wissenschaftlich fundierte Begründung für ihre Standortwahl festgehalten. Zudem wird darin der Rahmen für das Jahrhundertprojekt Terradura gesetzt. Nach Einreichung der Gesuche im Herbst 2024 wurden die Unterlagen im Juni 2025 auf www.drgb.ch veröffentlicht – drei Jahre früher als gesetzlich vorgeschrieben. Seither können sich alle Interessierten ein eigenes Bild vom Projekt machen.
Entscheid zu Terradura
Rahmenbewilligung erteilt? Dieser Grundsatzentscheid klärt die Frage, ob die Schweiz ihre radioaktiven Abfälle in einem Tiefenlager am Standort Stadel im Zürcher Unterland entsorgen will.
Erste Bautätigkeiten
Die ersten Bautätigkeiten sollen nach aktueller Planung in rund zehn Jahren starten. Die Einlagerung der ersten radioaktiven
Abfälle ist ab 2050 vorgesehen.
Das Tiefenlager Terradura – ein Jahrhundertprojekt
Wir wollen und müssen das Problem des radioaktiven Abfalls jetzt lösen, anstatt es kommenden Generationen aufzubürden: Das ist unsere Mission. Wir sind stolz auf die Arbeit, die wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten geleistet haben. Und es ist uns eine Ehre, das Jahrhundertprojekt Terradura massgeblich voranzutreiben und so an der sicheren Zukunft der Schweiz mitzuarbeiten.
Aus wissenschaftlicher Sicht sind die Grundlagen gelegt: Wir haben ein sicheres Konzept, ein ideales Gestein und den besten Standort. Ob unsere Arbeit und unser Standortvorschlag überzeugen, beurteilen der Bundesrat, das Parlament und, im Fall eines Referendums, die Schweizer Bevölkerung. Die Nagra macht also Vorschläge, die Politik und die Gesellschaft entscheiden.
Gleichzeitig sind wir uns bewusst: Das Tiefenlager wird in einer Region gebaut, in der Menschen leben und arbeiten. Auch wenn gerade der Schutz von Mensch und Umwelt das Ziel des Tiefenlagers ist, wünscht sich niemand eines in der Nachbarschaft. Mit unserem Vorschlag sind die Standortgemeinden sowie die Kantone Zürich und Aargau direkt betroffen. Daraus ergeben sich Fragen und Vorbehalte, Ärger und Ängste. Die Zeit bis zum Bau wollen wir nutzen, um das Projekt gemeinsam mit den Regionen und den Kantonen weiterzuentwickeln.
Wo entsteht Terradura?
Der Zugang zum Tiefenlager entsteht in der Gemeinde Stadel im Zürcher Unterland. Der Standortwahl ging eine vom Bund geleitete, intensive Suche voran. Oberste Priorität hat stets die Sicherheit. Massgebend dafür sind die geologischen Verhältnisse im Untergrund, die genauestens untersucht wurden. Politische Aspekte spielten in der Standortsuche keine Rolle.
