«Die Standortregion gestaltet das Jahrhundertprojekt Tiefenlager mit»

Nach dem Standortvorschlag der Nagra 2022 stand im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit mit der Region im Zentrum – und war daher auch Thema an der heutigen Nagra-Generalversammlung in Bern. Der Fokus liegt dieses Jahr auf der Einreichung der Rahmenbewilligungsgesuche im Herbst 2024.

28
.
06
.
2024
«Die Standortregion gestaltet das Jahrhundertprojekt Tiefenlager mit»
«Die Standortregion gestaltet das Jahrhundertprojekt Tiefenlager mit»

«Nach dem Standortvorschlag im Herbst 2022 hat die Nagra den Fokus letztes Jahr stark auf die Region Nördlich Lägern gelegt», sagte Lino Guzzella, Verwaltungspräsident der Nagra, an der heutigen Generalversammlung in Bern. «Wir sind vor Ort und im engen Austausch mit Behörden, Institutionen, Anwohnerinnen und Anwohnern. So wird das Projekt Tiefenlager in der Region besser nachvollziehbar für die Menschen, die es betrifft. Die Standortregion gestaltet das Jahrhundertprojekt aktiv mit – das ist gut und wichtig», so Guzzella.

Meilenstein im Herbst

Die Präsenz vor Ort ist und bleibt auch in den kommenden Jahren wichtig für den geplanten Bau des Tiefenlagers. In diesem Jahr kommt ein weiterer Meilenstein hinzu: Das Projekt geht in die Bewilligungsphase. «Dank dem grossen Engagement der Mitarbeitenden können wir die Rahmenbewilligungsgesuche für das Tiefenlagerprojekt voraussichtlich pünktlich im November 2024 einreichen», erklärte Guzzella und ergänzte: «Die Arbeit an den Berichten ist sehr anspruchsvoll. Meine Verwaltungskollegen und ich haben grossen Respekt vor der ausserordentlichen Leistung aller, die sich für diesen Meilenstein engagieren.»

Alle Anträge genehmigt

Die heutige Generalversammlung der Nagra genehmigte alle Anträge der Verwaltung: Die Genossenschaftsvertreter hiessen sowohl den Geschäftsbericht als auch die Jahresrechnung 2023 einstimmig gut. Die Versammlung erteilte den Verwaltungsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung und folgte den Anträgen der zur Wahl stehenden Verwaltungsmitglieder für eine dreijährige Amtsperiode. Neugewählt wurde Alexander Puhrer, Leiter Nukleare Produktion bei Alpiq. Er ersetzt Michaël Plaschy, der Anfang des Jahres bei Alpiq die Funktion als Leiter Wasserkraftproduktion übernommen hatte und damit seinen Austritt aus der Nagra-Verwaltung erklärte. Lino Guzzella dankt Michaël Plaschy für sein grosses Engagement in der Nagra-Verwaltung: «Michaël Plaschy brachte in 15 Jahren Verwaltungstätigkeit viel Wissen und Erfahrung ein und trug damit massgeblich zu wichtigen Entscheidungen rund um das Tiefenlagerprojekt bei.»

 

Die Verwaltung der Nagra setzt sich ab sofort wie folgt zusammen:

Lino Guzzella, Verwaltungspräsident Roland Schmidiger, Axpo Power AG, Vizepräsident Roland Grüter, Kernkraftwerk Leibstadt AG Philipp Hänggi, BKW Energie AG Thomas Kohler, Alpiq AG Matthias Neuenschwander, Consulting Engineers SA. Alexander Puhrer, Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG Thierry Strässle, Schweiz. Eidgenossenschaft (PSI) Bruno Ulrich, Zwilag AG

Weitere Auskünfte: Jagna Züllig, Medienstelle Nagra, 076 419 78 37 medien@nagra.ch

Jahrhundertprojekt
Medienmitteilung

Das könnte dich auch interessieren

Wir leben Transparenz. Hier findest du die neuesten Entwicklungen und Informationen zum Jahrhundertprojekt.

Nagra News – Juni 2026

Wann muss Atommüll ins Tiefenlager und wann reicht eine Deponie? • 30 Jahre Tonforschung • Der Fels, der sich selbst heilt

29
.
05
.
2026

30 Jahre Forschung – für hunderttausende Jahre Sicherheit

Seit 1996 wird im Felslabor Mont Terri am Opalinuston geforscht. Das Tongestein ist der Schlüssel zur Langzeitsicherheit des Schweizer Tiefenlagers.

28
.
05
.
2026