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Arbeitsbericht NAB 13-15

Hydrogeologische Beobachtungen in den Bözbergtunnels

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Beim Bau der Bözberg-Autobahntunnel wurden mineralisierte Bergwässer angetroffen, die zu Problemen im Hinblick auf die langfristige Stabilität der zementgebundenen Werkstoffe führten. Im vorliegenden Bericht geht es darum, die verfügbaren Beobachtungen und Daten zusammen zu stellen und für die hydrogeologische Charakterisierung des geologischen Standortgebiets Jura Ost zu verwenden. Dafür werden die Beobachtungen und Daten auf ihre Qualität beurteilt und im Kontext der geologischen Situation dargestellt. Als Grundlage dienen dabei diverse Berichte und Publikationen, unter anderem werden auch die Beobachtungen im Eisenbahntunnel berücksichtigt.

Der Zutritt von mineralisiertem Bergwasser erfolgte insbesondere im Abschnitt Faltenjura, aber es sind auch solche Beobachtungen aus dem besonders interessierenden Tafeljura dokumentiert. Allgemein liegt nur eine schwache Datenbasis vor. Dies ist einerseits dadurch bedingt, dass der TBM-Vortrieb mit nachfolgendem Tübbing-Einbau keine detaillierte geologische Dokumentation ermöglichte. Insbesondere eine geologische Charakterisierung der Zuflusspunkte fehlt weitgehend, die Wasserproben wurden oft aus dem Entwässerungssystem entnommen oder die Beprobung erfolgte an den Tübbingfugen. Die chemischen Analysen sind meist unvollständig und zahlreiche der analysierten Parameter weisen darauf hin, dass die Proben nicht dem In-situ-Bergwasser entsprechen (also verfälscht sind). Es sind keine Temperaturmessungen verfügbar, die auf aufsteigendes thermales Tiefengrundwasser hinweisen würden.

Weil die vorhandene Datenbasis keine abschliessende Beurteilung der Herkunft dieser mineralisierten Bergwässer im Abschnitt Tafeljura erlaubt, werden unterschiedliche Hypothesen diskutiert. Am plausibelsten scheint, dass es sich um langsam zirkulierendes, von der Oberfläche her stammendes Grundwasser handelt, das zudem durch den Tunnelbau beeinflusst ist. Eine alternative Erklärung wäre die Beimischung von altem (reliktischem) Porenwasser zu einem jüngeren meteorischen Wasser.

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