Glossar

 

Ablauf der Zusammenarbeit

Welches Gewicht haben die Anliegen der Regionen?

Die Oberflächeninfrastruktur eines Tiefenlagers kann an verschiedenen Orten gebaut, flexibel gestaltet und in die Region eingebettet werden.

Die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung haben grosses Gewicht. Die Nagra und die potenziellen Standortregionen arbeiten deshalb bei der Planung im Rahmen der regionalen Partizipation zusammen. Das legt der vom Bundesrat in Kraft gesetzte «Sachplan geologische Tiefenlager» so fest. Die Nagra setzt dabei die Wünsche von Bevölkerung, Behörden und Kantonen bestmöglich um, sofern diese bezüglich Gesetzgebung und Sicherheit zuverlässig umsetzbar und mit vertretbarem Aufwand realisierbar sind.

In Etappe 2 bezeichnete die Nagra basierend auf dieser intensiven Zusammenarbeit in jeder Region mindestens ein Standortareal für die Oberflächenanlage eines geologischen Tiefenlagers.

Zusätzlich zur Oberflächenanlage werden Schachtkopfanlagen (Nebenzugansanlagen) benötigt. Ihr Standort wird in Etappe 3 ebenfalls in Zusammenarbeit mit den Regionen festgelegt.

Ab September 2013 bis Ende Mai 2014

Gestützt auf die Ergebnisse der Zusammenarbeit bezeichnet die Nagra im Einvernehmen mit der Region pro Planungsperimeter mindestens ein Standortareal einer Oberflächenanlage für die weitere Bearbeitung in Etappe 2 des Sachplans. Die bezeichneten Standortareale, Anlagenteile und die Erschliessung werden in Arbeitsberichten (Planungsstudien) der Nagra beschrieben.

Die Nagra hat bis Ende Mai 2014 in allen Standortregionen Areale für die Oberflächenanlagen benannt und die zugehörigen Planungsstudien vorgestellt. Die weitere Ausgestaltung der Oberflächenanlagen und mögliche Optimierungen werden in den Standortgebieten, welche in Etappe 2 nicht zurückgestellt werden, in den nächsten Jahren in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Region erarbeitet und in ein allfälliges Rahmenbewilligungsgesuch übernommen.

Die Planungsstudien dienen auch als Grundlage für die sozioökonomisch-ökologische Wirkungsstudie, welche in jeder Standortregion unter Federführung des BFE durchgeführt wird. Parallel erfolgt am bezeichneten Standortareal die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung-Voruntersuchung.

Ab Ende 2012

Ab Februar 2012

Im Rahmen der regionalen Partizipation diskutieren Bevölkerung und Behörden in den Standortregionen über die Vorschläge der Nagra. Sie können auch eigene Varianten einbringen.

Die Nagra prüft, ob diese umsetzbar sind. Ziel ist, sich in jeder Standortregion auf mindestens ein Standortareal zu einigen.
Die Regionen können sich auch zu Gestaltung und Erschliessung der Oberflächenanlage äussern.

Ab Februar 2012

 

Januar 2012

In jeder der sechs potenziellen Standortregionen eines Tiefenlagers gibt die Nagra im Rahmen einer Medienkonferenz des Bundesamts für Energie (BFE) mögliche Standortareale für die Oberflächenanlage bekannt.

 

 

 

Januar 2012

Bis Ende Mai 2014

Die Nagra hat in der weiteren Zusammenarbeit mit den Regionen und Kantonen für jedes Standortgebiet mindestens ein Standortareal für die Oberflächenanlage bezeichnet und eine Planungsstudie dazu vorgestellt.

 

 

 

 

November 2018

Der Bundesrat hat seinen Entscheid zu Etappe 2 gefällt: Als Standortareale für eine Oberflächenanlage festgelegt (für SMA-, HAA- und Kombi-Lager) werden: JO-3+ (Jura Ost, Gemeinde Villigen), NL-2 und NL-6 (Nördlich Lägern, Gemeinden Weiach bzw. Stadel) sowie ZNO-6b (Zürich Nordost, Gemeinden Marthalen und Rheinau).