Glossar

 

Mengen radioaktiver Abfälle

Mit der gesamten Menge der radioaktiven Abfälle, die in der Schweiz entstehen, könnte der historische Teil der Zürcher Bahnhofshalle zu zwei Dritteln gefüllt werden.

Hochaktive Abfälle

In den Schweizer Kernkraftwerken fallen pro Jahr rund 70 Tonnen abgebrannte Brennelemente an. Bei einer Betriebsdauer der Werke von 47 (Mühleberg*) respektive 60 Jahren ergibt dies insgesamt rund 4100 Tonnen. Rund 1140 Tonnen abgebrannte Brennelemente wurden in der Vergangenheit zur Wiederaufarbeitung (Recycling) ins Ausland transportiert. Der dabei angefallene hochaktive Abfall wurde wieder in die Schweiz zurückgenommen**. Für die Entsorgung in geologischen Tiefenlagern werden die abgebrannten Brennelemente und der hochaktive Abfall später in Endlagerbehälter verpackt. Die verbrauchten Brennelemente und der hochaktive Abfall beanspruchen dann rund 9400 Kubikmeter. Dies entspricht etwa dem Volumen von acht Einfamilienhäusern.

Schwach- und mittelaktive Abfälle

Die Nagra rechnet insgesamt mit rund 63 000 Kubikmetern schwach- und mittelaktiver Abfälle (inkl. Endlagerbehältern). Rund die Hälfte davon sind Abfälle, die beim Rückbau von Kernkraftwerken anfallen. Aus dem Bereich Medizin, Industrie und Forschung (MIF-Abfälle) entstehen zusätzlich rund 20 000 Kubikmeter schwach- und mittelaktive Abfälle.

Gesamtvolumen aller radioaktiven Abfälle

Das Gesamtvolumen von rund 90 000 Kubikmetern endlagerfähig verpackter Abfälle entspricht in etwa zwei Drittel des historischen Teils der Zürcher Bahnhofshalle im Bild. Die vorhergesagten Mengen und die Zusammensetzung dieser Abfälle sind in der folgenden Tabelle ersichtlich.

Abfallmengen 2015

* Die Stillegung des Kernkraftwerks Mühleberg läuft seit Dezember 2019.
**Seit Anfang 2018 ist die Ausfuhr abgebrannter Brennelemente zur Wiederaufarbeitung endgültig verboten.

Das Volumen von 90 000 Kubikmetern entspricht etwa zwei Drittel des historischen Teils der Zürcher Bahnhofshalle

Bild: © Comet Photoshopping, Dieter Enz

Wie viele Abfälle es bereits heute gibt und wo diese zwischengelagert sind:

Abfallmengen Stand 2017

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