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Technischer Bericht NTB 86-02

Sondierbohrung Riniken Geologie

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Die Sondierbohrung Riniken wurde - nach den Bohrungen Böttstein und Weiach - als dritte Bohrung des Tiefbohrprogramms der Nagra durchgeführt. Sie liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Riniken, Kanton Aargau (Koordinaten 656' 603.80/261' 799.50, 385.07 m ü.M.), rund 3 km nord-nordwestlich des Bahnhofs Brugg. Sie hat eine Endtiefe von 1800 m erreicht.

Die Bohrarbeiten begannen am 23. Juni 1983 und dauerten bis zum 12. Januar 1984. Es kam fast ausschliesslich das herkömmliche Drehbohrverfahren zur Anwendung. Gut 50% (rund 915 m) der gesamten Bohrstrecke wurde mit Rollenmeisseln gebohrt. Gekernt wurden der Opalinus-Ton, der Lias, der Mittlere Muschelkalk, der Buntsandstein und grössere Strecken im Perm.

Die durchgeführten, umfangreichen Feld- und Laboruntersuchungen umfassen neben stratigraphisch-sedimentologischen und mineralogisch-petrographischen auch strukturgeologische sowie verschiedenartige petrophysikalische und geochemische Untersuchungen. Der vorliegende Bericht enthält eine Zusammenstellung sämtlicher bis Ende September 1985 erhobenen Daten.

Mit der Sondierbohrung Riniken wurden unter einer rund 800 m mächtigen mesozoischen Sedimentbedeckung rund 1000 m Sedimente des Nordschweizer Permokarbon­-Troges erbohrt. Das Schichtprofil reicht von den Effinger Schichten (Malm) bis hinunter ins Rotliegende (Perm). Das vermutlich in einer Tiefe von 3 bis 7 km liegende kristalline Grundgebirge wurde nicht erreicht.

Die erbohrten Sedimente weisen eine geringe Klufthäufigkeit auf. Die meisten Klüfte sind mit Tonmineralien, Calcit und Quarz gefüllt. Nur im Buntsandstein und im Perm in einer Tiefe von rund 1005 m sind einige wenige, offene Klüfte vorhanden.

Wasserführende Zonen konnten im Schilfsandstein, im Trigonodus-Dolomit, im Buntsandstein sowie im Perm zwischen 950 und 1010 m Tiefe festgestellt werden. Die Wasserführung ist zum Teil an grosse Porositäten (Trigonodus-Dolomit, Buntsandstein) und zum Teil an offene Klüfte (Perm) gebunden. Im ganzen restlichen Schichtprofil ist die Durchlässigkeit gering (K<10-10/sec.).

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