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Technischer Bericht NTB 85-30

Auflockerungszonen um Stollen und Kavernen im Valanginienmergel des Oberbauenstocks

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Im Nahbereich der Stollen und Kavernen des Endlagers Typ B im Modellgebiet Oberbauenstock entstehen beim Bau durch Spannungsumlagerungen sogenannte Auflockerungszonen. Der vorliegende Bericht befasst sich mit der Bildung, Ausdehnung sowie mit den Eigenschaften dieser Auflockerungszonen. Mit der Auflockerung kann eine Erhöhung der Durchlässigkeit (k-Wert) verbunden sein. Im anstehenden Valanginienmergel dürfte sich der k-Wert von 10-10 m/s auf ca. 10-7 m/s erhöhen. Durch das Quellpotential des Valanginienmergels, welches sich als sogenannte Spaltquellen in den Rissen der Auflockerungszone äussert, darf mit einer Reduktion des k-Wertes auf 10-8 – 10-9 m/s gerechnet werden. Über sehr lange Zeiträume könnte das Kriechen des Mergels unter der Auflast und nach Versiegelung der Hohlräume zur weiteren Reduktion des k-Wertes beitragen. Nach heutigem Wissen ist die Zähigkeit jedoch zu gross, um eine namhafte Kompression der Auflockerungszone zu erlauben. Der k-Wert der Auflockerungszone könnte hingegen eventuell durch Injektionen reduziert werden. Auflockerungsverhalten, Spaltquellen und Kriechverhalten im Valanginienmergel müssen in Zukunft durch in-situ- und Laborversuche noch näher untersucht werden.

Im Bericht ist eine Bestimmung von grossräumig anwendbaren k-Werten aus der Messung von Sickerwasserverlusten aus Kraftwerksstollen im schweizerischen Alpenraum enthalten, um eine Basis betreffend die Durchlässigkeit natürlich geklüfteter geologischer Formationen herzustellen und um Grenz- oder Vergleichswerte für "künstlich" geklüftete Auflockerungszonen zu erhalten.

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