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Technischer Bericht NTB 84-07

Mögliche mikrobiologische Vorgänge in unterirdischen Kavernen im Hinblick auf die Endlagerung radioaktiver Abfälle (Literaturstudie)

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Endlager für radioaktive Abfälle werden nicht frei von Mikroorganismen sein. Es stellt sich daher die Frage, ob Wachstum und Stoffwechseltätigkeit dieser Organismen ein Sicherheitsrisiko für Endlager darstellen konnten. Für das Wachstum von Mikroorganismen ist das Vorhandensein von Wasser eine absolute Notwendigkeit. Dieses kann als Kondenswasser in Abfallgebinden oder aber bei einem Wassereinbruch ins Endlager gelangen. Wenn diese grundlegende Voraussetzung erfüllt ist, kann die Tätigkeit gewisser Bakterien unter Umständen bedeutungsvoll werden. Besonders entscheidend ist, dass Mikroorganismen organische Stoffe abzubauen vermögen und/oder durch Ausscheiden von Sauren zur Korrosion von Metallen und Beton beitragen. Durch Komplexverbindungen mit Stoffwechselprodukten können gewisse an sich unlösliche Substanzen, z. B. gewisse Schwermetalle, in eine lösliche Form überführt werden. Ausserdem können Gase entstehen, die möglicherweise zum Auftreten entzündbarer Gemische führen. Für quantitative Aussagen über die Auswirkungen mikrobieller Aktivitäten in einem Endlager reichen die vorliegenden Daten allerdings nicht aus.

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