Glossar

 

Standortwahl

Die Standortwahl für ein geologisches Tiefenlager erfolgt mit dem Sachplan geologische Tiefenlager gemäss Kernenergie- und Raumplanungsgesetz.

Das vom Bund geführte Verfahren hat zum Ziel, in einem breit abgestützten Vorgehen, Standorte für geologische Tiefenlager zu definieren. Dabei hat die Sicherheit oberste Priorität, daneben spielen aber auch sozioökonomische und raumplanerische Aspekte eine Rolle.

Gesucht werden sichere Standorte, die alle Schutzziele erfüllen und unter raumplanerischen Aspekten vernünftig realisierbar sind. Der Sachplan ermöglicht eine umfassende Koordination aller raumwirksamen Auswirkungen geologischer Tiefenlager und gewährleistet einen frühzeitigen Einbezug der Kantone, Gemeinden und Behörden des benachbarten Auslandes sowie der Bevölkerung und interessierter Organisationen.

Wo stehen wir aktuell bei der Standortwahl für geologische Tiefenlager?

Am 21. November 2018 hat der Bundesrat die Etappe 2 abgeschlossen. Aktuell befinden wir uns in Etappe 3.

Die Nagra untersucht die drei verbleibenden Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost vertieft und vergleicht sie abschliessend wieder miteinander. Das Untersuchungsprogramm umfasst die bereits durchgeführten seismischen Untersuchungen sowie Quartäruntersuchungen und Tiefbohrungen. Die Tiefbohrungen sollen das geologische Gesamtbild des Untergrunds in den Standortgebieten vervollständigen.
Basierend auf den Resultaten dieser Untersuchungen und dem sicherheitstechnischen Vergleich der Standortgebiete, wird die Nagra zirka 2022 bekannt geben, für welchen Standort oder welche Standorte sie Rahmenbewilligungsgesuche ausarbeiten will. Danach wird sie die Gesuche ausarbeiten und voraussichtlich 2024 einreichen