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30.08.2019

Lehrernewsletter August 2019

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Aus den Medien

SRF-Reportage live vom Bohrplatz in Bülach und aus dem Labor der Uni Bern

Schweiz aktuell besuchte die Nagra auf dem Bohrplatz Bülach und folgte den Bohrkernen des Wirtgesteins «Opalinuston» bis ins Labor an die Universität Bern. Wie die Kerne aus dem Untergrund geholt werden und was danach im Labor passiert, sehen Sie im Beitrag.

Zum Beitrag


 

Schule & Jugend

Workshop auf dem Bohrplatz: Jetzt auch in Trüllikon

Seit Mitte August bohrt die Nagra auch in Trüllikon in die Tiefe. Sowohl auf dem Bohrplatz Trüllikon als auch in Bülach bieten wir interaktive Workshops an: Wir stellen das Entsorgungskonzept der Nagra zur Debatte, erarbeiten die Grundlagen der Radioaktivität und schauen uns die Argumente der Kritiker an. Zudem fragen wir uns, wie unsere Ur-Ur-Ur-Enkelkinder unseren Umgang mit radioaktiven Abfällen wohl einmal bewerten werden.

Mehr als nur Pro und Kontra

Kernenergie spaltet Atome, die Entsorgung radioaktiver Abfälle Meinungen: «Unsere Generation hat die Abfälle verursacht, also müssen auch wir sie entsorgen.» Dieser Überzeugung ist die Nagra. Und die Nagra hat gezeigt, dass es wissenschaftlich und technisch möglich ist. Der Bundesrat hat dies 2006 bestätigt. Trotzdem finden Kritiker: «Abfälle für eine Million Jahre sicher zu lagern ist nicht möglich.» Die Kritiker fordern mehr Mitspracherechte und befürchten einen Imageschaden für ihre Region. In dieser Debatte geht es um mehr als nur Pro und Kontra. Es geht um technische Machbarkeit und Verantwortung, es geht um Wissenschaft und Gesellschaft. Konsens ist: Wir brauchen eine sichere Lösung.

Es betrifft uns alle

Im Auftrag des Bundes sucht die Nagra den sichersten Standort für ein geologisches Tiefenlager. Tiefbohrungen vervollständigen das geologische Gesamtbild der Regionen und ermöglichen die Standortwahl. Voraussichtlich im Jahr 2031 wird es eine nationale Volksabstimmung darüber geben ob, und wenn ja, wo ein Tiefenlager in der Schweiz gebaut wird. Wir alle werden uns also früher oder später mit dem Thema «Entsorgung radioaktiver Abfälle» auseinandersetzen müssen. Um diese Auseinandersetzung zu ermöglichen, haben wir mit einer Fachdidaktik-Dozentin für Geografie einen interaktiven Workshop entwickelt. Der Workshop findet im Infocontainer auf dem Bohrplatz statt, dauert eineinhalb bis zwei Stunden und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der letzten zwei bis maximal drei Jahre vor der Matura.

Lernziele: bewerten und einordnen

Ziel des Workshops ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Aspekte kennen. Sie sollen in der Lage sein, die Aspekte mithilfe des unten stehenden Schemas zu bewerten und einzuordnen. Am Ende des Workshops können sie sich selbst auf dem Schema positionieren – sei es im Pro- oder Kontra-Lager, sei es aus gesellschaftlichen oder wissenschaftlichen Gründen.

Das Programm

In vier Gruppen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen der Radioaktivität sowie des Entsorgungskonzepts der Nagra. Sie lernen das Wirtgestein «Opalinuston» kennen und befassen sich mit den Argumenten der Kritiker. Das neue Wissen gilt es in der Diskussionsrunde gleich anzuwenden: Was ist höher zu gewichten: wissenschaftliche Erkenntnisse oder demokratischer Wille? Oder gibt es eine Lösung, die beidem Rechnung trägt? Sollten die betroffenen Gemeinden über ein Vetorecht verfügen oder nicht? Unser Umgang mit radioaktiven Abfällen wird einen Einfluss auf unsere Ur-Ur-Ur-Enkelkinder haben. Wir diskutieren, wie sie unsere Entscheidungen bewerten werden.

Interessiert?

Dann kontaktieren Sie uns! Gerne beantworten wir Ihre Fragen und vereinbaren einen Besuchstermin auf dem Bohrplatz mit Ihnen:
felix.glauser@nagra.ch
+41 56 437 12 26

Flyer Bohrplatzbesuch

 


Bundesamt für Energie

Stollen im Untergrund, Industriegebäude an der Oberfläche

 

«Nomen est omen»: Ein Tiefenlager wird in der Tiefe gebaut und ist an der Erdoberfläche nicht sichtbar – könnte man meinen. Doch um ein Tiefenlager zu betreiben, braucht es auch an der Oberfläche Anlagen und Gebäude. Wie sieht diese sogenannte Oberflächeninfrastruktur aus? Wo kann sie gebaut werden und wer entscheidet darüber? Das erklärt «Focus Tiefenlager», die Zeitschrift des Bundesamts für Energie BFE, welches die Standortsuche leitet.

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