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30.08.2018

Lehrernewsletter August 2018

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News

Geologie: Der Schlüssel zur Zukunft liegt in der Vergangenheit

Um zukünftige Landschaftsentwicklungen vorauszusagen, führt die Nagra Bohrungen durch. Mit dem Wissen um die Vergangenheit können die Wissenschaftler künftige Prozesse prognostizieren.

Herfried Madritsch, Projektleiter Quartärbohrungen bei der Nagra, erklärt, wie eine solche Quartärbohrung abläuft.

Das Quartär ist der jüngste Zeitabschnitt unserer Erdgeschichte. Die quartären Gesteinsschichten enthalten Informationen über vergangene Prozesse. Sie liefern beispielsweise Informationen über die Gletschergeschichte der Schweiz. Für die Langzeitsicherheit eines geologischen Tiefenlagers ist es wichtig, diese Prozesse, die unsere heutige Landschaft geschaffen haben, zu kennen. «Wir interessieren uns für die Entwicklung der Landschaft während der letzten Million Jahre», sagt Herfried Madritsch, Projektleiter Geologie bei der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle). «Wir wollen herausfinden, wann welche Prozesse stattgefunden haben. Damit erhalten wir Hinweise auf die zukünftige Landschaftsentwicklung», so Madritsch weiter. Anhand der Erosionsgeschichte werden dann Szenarien für die zukünftige Landschaftsentwicklung gemacht. «Dies gibt uns beispielsweise Hinweise darauf, wie tief ein Lager für radioaktive Abfälle liegen muss, um bei zukünftigen Vergletscherungen geschützt zu sein».

Möchten Sie wissen, wie eine solche Quartärbohrung abläuft? Oder wollen Sie erfahren, welche Informationen ein Bohrkern liefert? Dann schauen Sie unseren neuen Film.

Kommen Sie vorbei
Buchen Sie für Ihre Klasse eine individuelle Führung an einem Termin Ihrer Wahl. Sie erhalten eine Einführung in das Thema radioaktive Abfallentsorgung und erfahren, wie eine Quartärbohrung abläuft. Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bei Franziska Stalder per Email:

franziska.stalder@nagra.ch

oder Telefon: +41 56 437 12 53.

Schule & Jugend

Im Schulzimmer der natürlichen Radioaktivität auf der Spur

Tagtäglich sind wir von natürlicher radioaktiver Strahlung umgeben. Nur was bedeutet das? Und woher stammt diese natürliche Strahlung? Mit dem Philion-Experimentier-Set lernen Ihre Schülerinnen und Schüler Spannendes zum Thema Radioaktivität. 

Ohne es zu merken, sind wir jeden Tag natürlicher Strahlenbelastung ausgesetzt. Sie ist unser ständiger Begleiter. Bei Niederschlägen oder bei Schneefall werden die radioaktiven Stoffe aus der Atmosphäre ausgewaschen und gelangen so in unsere Böden. Damit verbunden ist eine messbare Erhöhung der lokalen Umweltradioaktivität. Nach längeren Trockenperioden oder beim ersten Schnee ist dieser Effekt besonders deutlich. Das Phänomen lässt sich weltweit beobachten, stellt für Mensch und Umwelt jedoch keine Gefahr dar.

Ein weiteres Phänomen für eine natürliche Strahlenbelastung stellt das radioaktive Gas Radon dar. Es entsteht durch den Zerfall von Uran und Thorium, das in geringen Mengen im Boden und Gestein vorhanden ist. In Gebäuden kommt Radon oft in erhöhter Konzentration vor. Das radioaktive Gas gelangt zuerst in Kellerräume und breitet sich weiter nach oben aus, wo es immer mehr verdünnt wird. An manchen Orten kann die Radonkonzentration im Keller so hoch sein, dass eine gute Belüftungsanlage erforderlich ist, da ohne Lüftung Grenzwerte überschritten werden können.

Mit dem Set können Sie 6 Experimente zum Thema natürliche Radioaktivität durchführen. 

Obwohl solche Prozesse in unserem direkten Umfeld stattfinden, sind wir uns dessen häufig nicht bewusst.

Mit dem Philion-Experimentier-Set lassen sich sechs spannende Versuche zum Thema natürliche Radioaktivität durchführen. Damit können Sie Ihren Schülerinnen und Schülern das Thema spielerisch näherbringen. Die Nagra hat zehn Philion-Experimentier-Sets, die sie kostenlos verleiht. Nebst dem Einsatz im regulären Schulunterricht, eignen sie sich auch ausgezeichnet für den Einsatz an Projekttagen. Die radioaktiven Quellen im Philion-Experimentier-Set liegen weit unterhalb der Freigrenzen der Strahlenschutz-Verordnung. Sie sind anzeige- und genehmigungsfrei und können auch von Schülerinnen und Schülern ohne Gefahr in Versuchen genutzt werden.

Informationen zur Ausleihe:
Haben Sie Interesse daran, ein Messgerät auszuleihen? Dann melden Sie sich bei Franziska Stalder, Email:

franziska.stalder@nagra.ch 
oder Telefon: +41 56 437 12 53.

Schule & Jugend

Faszination Grimselwelt 

Anfang Juli hat ein Filmteam Schülerinnen und Schüler der Gymnasien Interlaken und Gstaad auf ihrer Führung durch das Felslabor Grimsel begleitet. 

Das Felslabor Grimsel liegt gleich neben der Grimsel-Passstrasse. Nicht nur die herrliche Aussicht ist einen Besuch wert! Zusammen mit 25 in- und ausländischen Partnerorganisationen forscht die Nagra im Grimsel-Stollen für die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle. Das Felslabor kann zwischen Ende Mai und Mitte Oktober kostenlos besucht werden. Als kleiner Tipp: Ein Besuch des Nagra-Stollens lässt sich wunderbar mit einem Besuch des KWO-Stollens kombinieren. Im unterirdisch gelegenen Kraftwerk sammeln sich gewaltige Wassermassen der Grimsel und werden zu elektrischer Energie. Ein Einblick in die Stromproduktion aus Wasserkraft, der sich lohnt.

Interessiert?
Dann kontaktieren Sie Frau Renate Spitznagel per Telefon:

+41 56 437 12 82

oder Email: renate.spitznagel@nagra.ch
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