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26.11.2015

Interaktives Portal Schule & Jugend: Alles auf einen Blick

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Auf dem neuen, interaktiven Portal Schule & Jugend präsentiert die Nagra ihre vielfältigen Angebote für Lehrpersonen und Jugendliche: Alles auf einen Blick.

Auf der Einstiegsseite geht es in separate Bereiche für Lehrpersonen und für Lernende, wo die konkreten Angebote vorgestellt werden. Schullektionen für die Lehrpersonen oder Unterstützung bei der Maturarbeit. Einladung als Referent in Unterricht oder Infomaterial für die Vorbereitung von Vorträgen. Das Portal Schule & Jugend bietet ferner einen Überblick über die Entsorgung radioaktiver Abfälle in Comicform «Kurz und bündig». Es gibt eine Liste mit hilfreichen Links, eine Bilder- und Videogalerie und eine Verknüpfung zu den beiden Nagra-Blogs.

Möchtest du eine Frage stellen? So das Motto der interaktiven Pinnwand, wo man Fragen, Anmerkungen oder Bilder posten kann. Wer es mobil mag, kann sich unser App EntsorgungErleben im AppStore oder bei GooglePlay herunterladen. Mit der App hat man auch unterwegs Zugriff auf das Portal Schule & Jugend.

 

Wie lange ist lang genug? – Neue Broschüre über Langzeitsicherheit

Langzeitsicherheit bedeutet, Sicherheit über eine lange Zeit. Aber wie lang? In der neuen Broschüre der Nagra wird das Thema Langzeitsicherheit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet: Auswirkung von Radioaktivität auf den Menschen, Tiefenlager als Langzeitschutz, die Entwicklung eines Tiefenlagers in der Zukunft, Botschaften für Jahrtausende und vieles mehr. Die Broschüre kann bestellt werden – auch im Klassensatz. Bestellungen über Franziska Stalder, E-Mail: franziska.stalder@nagra.ch oder Telefon: 056 437 12 53.

Wie lange ist lang genug?

Interview mit Patrick Burgert 

(Hauptautor des Themenhefts Langzeitsicherheit)

Wie kann man den Inhalt der Broschüre Langzeitsicherheit in einem Satz zusammenfassen?
Patrick Burgert (lacht). Ein Satz? Das ist schwer. Aber ich versuche es. Ein Lager für hochaktive Abfälle muss bis zu 1 Mio. Jahre sicher sein, das sind geologische Zeiträume, deshalb geht man für ein Lager in tiefe Gesteinsschichten. Ist das so verständlich?

Nicht schlecht. Aber Sicherheit über diese unendlich langen Zeiträume zu versprechen, ist das nicht unseriös?
Mitarbeitende der Nagra führen Sicherheitsanalysen für 1 Mio. Jahre durch. Wir arbeiten dabei mit Modellierungen und einer sehr, sehr grossen Datenbasis. Nein, es ist nicht unseriös, Sicherheitsanalysen für diesen Zeitraum durchzuführen. Aber es wäre unseriös, 100%-ige Sicherheit zu versprechen. Wir zeigen in unseren Sicherheitsanalysen auf, dass die bestehenden, sehr hohen Schutzkriterien über den gesamten Zeitraum eingehalten werden können.

Die langen Zeiträume sind das Problem, warum so viele Menschen Bedenken haben, dass eine sichere Lösung überhaupt machbar ist, oder?
Ja, wenn man in „menschlichen“ Zeiträumen denkt, dann sind 100‘000 Jahre unvorstellbar lange. In der Erdgeschichte ist dies aber ein sehr kurzer Zeitraum. Als Geologe lernt man, in geologischen Zeiträumen zu denken.

Also, alles gar nicht so schlimm?
Ich möchte die Gefährlichkeit der Abfälle keineswegs verharmlosen. Aber wir müssen uns einfach bewusst machen, dass die Abfälle bereits vorhanden sind und wir eine Lösung brauchen. Solange die Abfälle an der Erdoberfläche gelagert werden, sind sie auch den schnelleren, weil „menschlichen“ Zeitdimensionen wie Gesellschaft, Klima, Unwetter oder aus Krisen unterworfen. In geologischen Tiefenlagern tickt die Uhr viel langsamer.

Wie wird das in der neuen Broschüre aufgezeigt?
Indem wir Bilder verwenden, versuchen wir das Thema greifbar zu machen. Wenn man annimmt, dass ein Tiefenlager in einer Tiefe von 600 Metern gebaut wird, ist das etwa zwei Mal die Höhe des Eiffelturms. Das Tiefenlager ist also tief unten im Untergrund.

Das tönt spannend. Was ist am Ende des Projekts Ihr persönliches Fazit?
Mit gut zwei Jahren war die Broschüre für mich ein „Langzeitprojekt“, eines das immer wieder angeschaut, ergänzt und verändert wurde. Ein Projekt, das mit mir gewachsen ist und an dem ich gewachsen bin. Aber am besten schauen Sie selbst rein und bilden sich eine eigene Meinung, ich bin voreingenommen.
Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Jutta Lang, Ressortleiterin Medienstelle.

Mit dem Philion-Experimentier-Set das Thema Radioaktivität begreifen

Sei es bei einem Spaziergang durch den Wald oder beim Schwimmen im See, bei einem Sommerregen nach langer Trockenheit oder dem ersten Schnee im Jahr - jeden Tag sind wir Menschen natürlicher Radioaktivität ausgesetzt, ohne überhaupt Kenntnis davon zu nehmen. Mit dem Philion-Experimentier-Set lernen Ihre Schülerinnen und Schüler Radioaktivität als Teil ihrer natürlichen Umgebung kennen.


Unsere Böden und Gesteine enthalten von Natur aus das radioaktive Element Uran. Durch dessen Zerfall entstehen unter anderem die radioaktiven Tochternuklide Radium und Radon. Das Edelgas Radon kann sich relativ frei in der Bodenluft ausbreiten und in die Erdatmosphäre verflüchtigen. Radon und seine Zerfallsprodukte gehören zu den wichtigsten natürlichen Strahlenquellen für uns Menschen.

Kommt es zu Niederschlägen oder Schnee, werden die radioaktiven Stoffe aus der Luft und von Bäumen gewaschen und auf dem Boden abgelagert. Damit kommt es kurzfristig zu einer messbaren Erhöhung der lokalen Umweltradioaktivität (Ortsdosisleistung). Nach längeren Trockenperioden oder beim ersten Schnee ist dieser Effekt besonders deutlich. Das Phänomen lässt sich schweizweit beobachten, stellt für Mensch und Umwelt jedoch keine Gefahr dar. Obwohl solche Prozesse in unserem direkten Umfeld stattfinden, sind wir uns dessen häufig nicht bewusst.

Möchten Sie Ihren Schülerinnen und Schülern den Zugang zum Thema Radioaktivität erleichtern?

Mit dem Philion-Experimentier-Set lassen sich spannende Versuche zum Thema
natürliche Radioaktivität durchführen. Die Nagra hat zehn Philion-Experimentier-Sets, die sie kostenlos verleiht. Nebst dem Einsatz im regulären Schulunterricht, eignen sie sich auch ausgezeichnet für den Einsatz an Projekttagen. Die radioaktiven Quellen im Philion-Experimentier-Set liegen weit unterhalb der Freigrenzen der Strahlenschutz-Verordnung. Sie sind anzeige- und genehmigungsfrei und können auch von Schülerinnen und Schülern ohne Gefahr in Versuchen genutzt werden.

Die Anleitung zum Philion-Experimentier-Set können Sie hier herunterladen.

Informationen zur Ausleihe
Sind Sie interessiert, ein Philion-Experimentier-Set auszuleihen? Bei frühzeitiger Anmeldung können wir die benötigten Messgeräte und Sets an Ihrem Wunschtermin zur Verfügung stellen.

Kontakt:
Jutta Lang
Tel.:   056 437 12 39
jutta.lang@nagra.ch

Video: Wie funktionieren seismische Messungen?

Seit Oktober werden im Standortgebiet Jura Ost rund um den Bözberg 3D-seismische Messungen durchgeführt. Die Messungen sind Bestandteil des Auswahlverfahrens für Standorte, an denen man Tiefenlager für radioaktive Abfälle bauen kann. In einem Video wird die Methodik der Seismik erklärt und gezeigt, wie die Messungen durchgeführt werden.

Wenn Sie mit Ihrer Klasse Interesse haben, die seismischen Messungen vor Ort zu besichtigen, melden Sie sich bei Jutta Lang, Tel.: 056 437 12 39, E-Mail: jutta.lang@nagra.ch. Wir organisieren gerne eine informative Besichtigung für Sie.

Aktuelle Informationen zu den seismischen Messungen finden sie auf dem Blog: www.seismik-news.ch

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