Glossar

 

Newsletter für Lehrkräfte

Zurück zur Übersicht

06.01.2015

Im Chemieunterricht im Einsatz

Die Schüler der Maturaklasse des Gymnasiums Kirschgarten in Basel experimentieren mit den Geiger-Müller-Zählrohren, welche der Chemielehrer Urs Bienz bei der Nagra ausgeliehen hat.

Eine Mitarbeiterin der Nagra hat verfolgt, wie die Schüler an das Thema Radioaktivität herangehen.

Im steril wirkenden Chemiezimmer bereitet Urs Bienz das Material für die Experimente zum Thema Radioaktivität vor. Er verteilt einige Proben auf den Labortischen: Uranerze sowie ein Glühstrumpf. Sie dienen als Strahlungsquellen für ein Experiment, das die Schüler später in der Lektion durchführen.

Der Gong ertönt, die letzten Schüler trudeln ein. Nur wenige Schüler sitzen da, dafür sind sie besonders interessiert. Das Chemiepraktikum ist ihr Ergänzungsfach, eine Art Wahlfach, das jedoch benotet wird. „In dieser Lektion lasse ich die Schüler die Experimente selbst aufbauen, dadurch nehmen sie den anspruchsvollen Lernstoff besser auf und entwickeln Methoden zum Erarbeiten von Lösungen“, erläutert Urs Bienz und fügt an, „im Grundlagenfach fehlt dafür die Zeit.“

Wissen mit grosser Halbwertszeit

Im ersten Teil der zwei Doppellektionen wiederholen die Schüler die Theorie: Was ist ein Nuklid und was ist ein Radionuklid? Dringt die Alpha-, Beta- oder Gamma-Strahlung am tiefsten in den Körper ein? An der Wand hängt eine grosse Nuklidkarte mit allen bekannten Nukliden. Mithilfe dieser und dem Periodensystem, das zum Chemieunterricht gehört wie der Taschenrechner zum Mathematikunterricht, lassen die Schüler das Technetium-99 in Theorie zerfallen. Die Schüler haben ihre Hausaufgaben gut gemacht. Das Wissen der Schüler hat eine grosse Halbwertszeit, im Eiltempo sind sie aufgewärmt für den anstehenden Versuch.

Messen mit dem Geiger-Müller-Zählrohr

Wie stark nimmt die Strahlung des radioaktiven Uranerzes mit zunehmendem Abstand ab? Kaum sind die ersten Thesen für das Abstandsgesetz aufgestellt, beginnt ein Schüler mit einem Geiger-Müller-Zählrohr - eines von mehreren, das die Nagra der Klasse zur Verfügung stellt - zu messen. Zuerst im Abstand von 2 cm, dann 4 cm und so weiter. Urs Bienz hat vor der Stunde verraten: „Die Schüler werden die Aufgaben ohne Mühe lösen. Dank ihrem Schwerpunktfach Mathematik und Physik scheuen sie sich nicht vor mathematischen Zusammenhängen, die mit dem Thema Radioaktivität verknüpft sind." Die Schüler tippen in den Taschenrechner und werten ihre Messdaten aus. Einer bemerkt: "Wir brauchen einen zusätzlichen Wert, um die These zu bestätigen, wir sind noch etwas ungenau." Mit dem Gong endet die erste Doppellektion, die Zeit geht schnell vorbei. Trotz des anspruchsvollen Stoffs meint ein Schüler: „Radioaktivität ist nicht sichtbar und das Thema ist sehr theoretisch. Mit dem Versuch habe ich messen können, dass die Strahlung mit dem Quadrat des Abstandes abnimmt." Die Schüler sind motiviert für den zweiten Teil, dann testen sie unter anderem, wie gut Aluminimum die Beta-Strahlungsquelle Strontium-90 abschirmt.

"Ich lasse die Schüler das Experiment selbst aufbauen, dadurch nehmen sie den Lernstoff besser auf." Urs Bienz, Chemielehrer, Basel
"Mit dem Versuch habe ich messen können, dass die Strahlung mit dem Quadrat des Abstandes abnimmt." Gymnasialschüler, Basel

Hannes Bürki und Luca Kipfer (v.l.) warten gespannt auf die Ausgabe des Geiger-Müller-Zählrohrs. 

Tizian Jermann misst mit dem Geiger-Müller-Zählrohr die Strahlung einer Strontium-90-Quelle. 

Hannes Bürki misst mit dem Geiger-Müller-Zählrohr die Strahlung der Uranerzprobe.  Tizian Jermann, Kiran Doshi und Serafin Streiff (v.l.) werten ihre Messdaten aus.

 

Neue Messgeräte zum Ausleihen

Die Nagra hat 10 neue Geiger-Müller-Zählrohre und ergänzt damit das bestehende Ausleihmaterial.

Aufgrund der grossen Nachfrage hat die Nagra ihr bestehendes Angebot an Messgeräten mit 10 neuen Geiger-Müller-Zählrohren des Typs «Inspector» erweitert. Mit ähnlichen Messgeräten eines anderen Typs «Survey Meter 7 D» gestaltet Urs Bienz, Chemielehrer aus Basel seinen Unterricht, er erzählt darüber in diesem Newsletter.

Zusätzlich zu den Messgeräten verleiht die Nagra 10 Philion-Experimentiersets inklusive Arbeitsunterlagen mit sechs beschriebenen Versuchen.

Die Nagra stellt die Messgeräte und Philion-Experimentiersets kostenlos für den Unterricht zum Thema Radioaktivität zur Verfügung.

Geräte bestellen:
Jutta Lang:     Tel: 056 437 12 39                      jutta.lang@nagra.ch                  Weiteres Unterrichtsmaterial bestellen

 

TIME RIDE an der MUBA

TIME RIDE macht vom 6. bis 15. Februar 2015 halt an der MUBA in Basel.

Fahren Sie an der Sonderausstellung TIME RIDE mit einem Lift 600 Meter in die Tiefe und erleben Sie eine Reise durch Raum und Zeit. Ziel ist der Opalinuston, eine vor 175 Mio. Jahren entstandene Tonschicht.

Die Ausstellung erklärt, warum sich der Opalinuston für die Lagerung von radioaktiven Abfällen gut eignet.

Falls Sie mit Ihrer Klasse eine persönliche Betreuung wünschen, melden Sie sich bei Jutta Lang an:      Tel.  056 437 12 39      jutta.lang@nagra.ch
Als Vorbereitung für den Besuch der Ausstellung stellt die Nagra Schullektionen zur Verfügung.      Lektionen als Download

 

TIME RIDE

 

   

 

 

Zurück zur Übersicht
Um unsere Dienste zu verbessern, verwenden wir Cookies. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden. Erfahren Sie hier mehr über Rechtliches und Datenschutz
Akzeptieren