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19.05.2014

Vorversuch für Einlagerungsexperiment

Die Nagra führt zur Zeit Vorversuche für die Einlagerung in einem Lagerstollen durch.

Die Nagra führt im Rahmen ihres 1:1-Einlagerungsexperiments einen Vorversuch durch. Es wird geprüft, ob die eigens entwickelte Maschine den Anforderungen einer dichten und homogenen Verfüllung genügt.

«Wir erleben hier die Umsetzung von jahrelanger theoretischer Planung in die Praxis» erklärt Herwig Müller, Projektleiter des «Full-Scale Emplacement»- Experiments (FE-Experiment). Das FE-Experiment ist ein Heiz-Experiment, bei dem die Einlagerung und Wärmeproduktion von hochradioaktiven Abfällen in einem Lagerstollen simuliert wird. Für die Verfüllung des Stollens im Felslabor Mont Terri wurde eine Verfüllmaschine mit fünf Schneckenförder-Armen entwickelte. Ihre Aufgabe ist, den Stollen möglichst gleichmässig und dicht mit Bentonit-Granulat zu verfüllen.

Da es sich bei der Maschine um einen Prototypen handelt, wird ihre Funktionstüchtigkeit zurzeit in einem Vorversuch getestet – quasi als Testlauf für den Test im Felslabor. Dadurch können eventuelle Probleme oder Schwierigkeiten erkannt und Optimierungen vorgenommen werden. Fördern die Schnecken in der Verfüllmaschine gleichmässig? Können die Behälter gleichmässig und sicher in einen Stollen mit etwa 2.5 Meter Durchmesser eingebracht werden? Bei der Verfüllung des FE-Stollens im Felslabor Mont Terri im Herbst 2014 soll dann nämlich alles reibungslos klappen. Müller ist nach den ersten Testläufen zuversichtlich: «Wir wissen jetzt, dass es technisch möglich ist, einen Behälter in einen Lagerstollen einzubringen und ihn mit ausreichender Dichte und Homogenität mit Bentonit-Granulat zu verfüllen.» 

Informationen zum Einlagerungsexperiment, FE-Experiment

Das FE-Experiment simuliert im Massstab 1:1 einen späteren Lagerstollen eines geologischen Tiefenlagers für hochradioaktive Abfälle. Der FE-Stollen im von der swisstopo betriebenen Felslabor Mont Terri wurde 2012 aufgefahren und mittlerweile mit hunderten Sensoren ausgestattet.

Darin sollen ab Herbst 2014 drei Endlagerbehälter simulierende Heizelemente eingelagert werden. Die Verfüllung erfolgt mit Bentonit-Granulat. Anschliessend wird die Entwicklung des FE-Stollens mit Hilfe der Sensoren während Jahrzehnten überwacht. Wie breitet sich die Wärme durch das Verfüllmaterial Bentonit aus? Wie wirkt sich die Abwärme auf das Gestein aus?

Die Erkenntnisse, die aus dem FE-Experiment gewonnen werden, sind wichtig für die Planung und Auslegung des späteren Tiefenlagers. Anhand der gewonnenen Daten und Erkenntnisse wird man später ableiten können, ob sich im richtigen Tiefenlager alles so entwickelt, wie das heute prognostiziert wird. 

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