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18.07.2013

Update zum Nagra-Verhaltenskodex

Mit dem Ziel die Transparenz nach innen und aussen weiter zu erhöhen, erarbeitet die Nagra unter Begleitung des Unternehmensethikers Professor Dr. Jean-Paul Thommen einen Verhaltenskodex.

Für den Verwaltungsratspräsidenten Pankraz Freitag ist es wichtig, dass mit der Erarbeitung des Kodexes eine solide Grundlage geschaffen wird, welche die Mitarbeitenden bei der Bewältigung der komplexen Problemstellungen rund um die Entsorgung radioaktiver Abfälle unterstützt. 

Ein gemeinsam gestalteter Prozess ist zentral, damit sich Richtlinien für ein glaubwürdiges Handeln im Bewusstsein der Mitarbeitenden verankern und Teil der gelebten Unternehmenskultur werden können. Damit dies gelingt, muss sich jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter an der Erarbeitung des Kodexes beteiligen und eigene Ideen einbringen können.

Ein gemeinsam gestalteter Prozess bedeutet aber auch, dass die Nagra ihre Anspruchsgruppen miteinbezieht und von diesen erfahren will, welche Ansprüche an die Nagra bestehen und wie die Nagra wahrgenommen wird. Vertreterinnen und Vertreter der Anspruchsgruppen nahmen am 25. Mai und 3. Juli an Workshops teil und brachten ihre Sicht und Anliegen unter der Moderation von Dr. Sigrid Viehweg ein. Es ging darum zu erkunden, wie eine reibungslose Zusammenarbeit mit der Nagra aussähe, was schon heute gut läuft, wo es Verbesserungspotential gibt und welche Punkte der zu erarbeitende Verhaltenskodex beinhalten sollte. Zu den Anspruchsgruppen gehören der Ausschuss der Kantone (inkl. Vertretern aus Deutschland), der Bund, die Genossenschafter, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), politische Parteien, Regionalkonferenzen, Verbände und die Wissenschaft.

Für Professor Thommen war es von Anfang an klar, dass die verschiedenen Anspruchsgruppen ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Sichtweisen haben. Während den beiden Workshops gelang es aber, dank der konstruktiven und engagierten Zusammenarbeit aller Beteiligten, wesentliche Punkte herauszuarbeiten, welche für alle Anspruchsgruppen zutreffen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse wurden den Nagra-Mitarbeitenden kommuniziert und fliessen in die Erarbeitung des Verhaltenskodexes ein.

Bis Ende Jahr soll der Verhaltenskodex als Schriftstück vorliegen, was aber nur der erste Schritt ist. Viel wichtiger als das Schriftstück selbst ist der Weg, den die Nagra eingeschlagen hat und somit der Prozess sowie die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für dieses Thema. Ziel ist es, dass der Verhaltenskodex dauerhaft im Bewusstsein der Mitarbeitenden verankert und Teil der gelebten Unternehmenskultur wird. Dies trägt zu einem professionellen und transparenten Dialog mit allen Anspruchsgruppen bei. Der nächste Schritt ist die eintägige Nagra-interne Kodex-Konferenz im September; auf dieser können alle Mitarbeitenden ihre eigenen Anliegen einbringen und ihren Verhaltenskodex aktiv mitgestalten. 

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