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11.09.2015

Stellungnahme zum Mediengespräch BFE am 9. September 2015 – Ziel ist die Optimierung der Sicherheit

Die Nachforderungen des ENSI sind Teil der wissenschaftlichen Diskussion um die Optimierung der Sicherheit der geologischen Tiefenlager.

Am 9. September hat das ENSI am Mediengespräch, zu dem das BFE eingeladen hatte, erklärt, dass die Nagra technische Unterlagen zu ihren Vorschlägen für Etappe 3 des Sachplanverfahrens geologische Tiefenlager nachreichen muss. Das BFE hält dazu klar fest, dass Nachforderungen von Datengrundlagen in derart komplexen, wissenschaftlich-technischen Prüfprozessen nichts Aussergewöhnliches sind (siehe Medienmitteilung des BFE vom 9. September).

Position Nagra:

Wir haben im Januar 2015 mit der Bekanntgabe der Vorschläge für die in Etappe 3 weiter zu untersuchenden geologischen Standortgebiete alle unsere Ergebnisse offen auf den Tisch gelegt. Die zugehörigen rund 150 Berichte (mit mehr als 15‘000 Seiten) sind auf unserer Website publiziert.

Bei der nun zu führenden Expertendiskussion handelt es sich um eine wissenschaftliche Diskussion um die Optimierung der Tiefenlage, in der Tiefenlager gebaut werden sollen. Dass Experten zugrunde liegende Annahmen und Fakten unterschiedlich bewerten und dann vertieft diskutieren, ist nicht aussergewöhnlich.

Wir gehen davon aus, dass die Nagra die detaillierten Angaben des ENSI zu den einzelnen Kritikpunkten in den nächsten Wochen erhalten wird und Gespräche auf Fachexpertenebene stattfinden werden. Aufgrund dieser Analyse können wir anschliessend unsere weiteren Arbeiten durchführen. Dafür werden wir uns die nötige Zeit nehmen.

So viel vorab: Die Nachforderungen des ENSI betreffen einen spezifischen Indikator von insgesamt 40 Indikatoren. Sie betreffen die Frage der sicherheitstechnischen Optimierung der Tiefenlage und sind insbesondere relevant für die Beurteilung, ob das Standortgebiet Nördlich Lägern in Etappe 3 weiter untersucht werden soll. Wir sind der Ansicht, dass ein Lager in 900 Metern Tiefe sicher gebaut werden kann, dass diese Tiefenlage aber im Vergleich zu 700 Metern sicherheitstechnische Nachteile hat.

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