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14.04.2016

Ab Herbst Seismik in Nördlich Lägern

Am heutigen Jahres-Mediengespräch informierte die Nagra über den aktuellen Stand ihrer Arbeiten sowie über kommende Schwerpunkte.

Am diesjährigen Jahres-Mediengespräch, das in der Villa Boveri in Baden stattfand, hielt die Nagra Rück- und Ausblick. Drei Referenten vermittelten Hintergrundinformationen zu verschiedenen Themen. Im Anschluss standen sie für Fragen zur Verfügung.

Thomas Ernst, Vorsitzender der Geschäftsleitung, thematisierte in seinem Referat auch die Erarbeitung der vom ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) geforderten Zusatzdokumentation (siehe auch Medienmitteilung vom 16.12.2015). «Nach wie vor sind wir der Überzeugung, dass ein Lager in 900 Metern Tiefe im Vergleich zu einem Lager in 700 Metern Tiefe sicherheitstechnische Nachteile aufweist», betonte Thomas Ernst. Um aber für alle Fälle gerüstet zu sein und weitere zeitliche Verzögerungen zu vermeiden, führt die Nagra bereits im kommenden Herbst 3D-seismische Messungen in Nördlich Lägern durch. Das Explorationskonzept sowie die UVP-Voruntersuchungen für das Gebiet Nördlich Lägern wurden gestern (13.04.2016) beim Bundesamt für Energie (BFE) eingereicht. «Das Untersuchungsprogramm Nördlich Lägern hat einen vergleichbaren Umfang wie die Untersuchungsprogramme Jura Ost und Zürich Nordost», sagte Thomas Ernst. Die eingereichten Dokumente können auf unserer Webseite heruntergeladen werden.

Im Rahmen des Explorationskonzeptes werden zur Untersuchung des Untergrundes verschiedene Methoden eingesetzt. Neben der 3D-Seismik sind dies Sondierbohrungen und Quartäruntersuchungen. «Um ein vollständiges Bild zu erhalten, wenden wir verschiedene Verfahren an», so Tim Vietor, Ressortleiter Feldarbeiten. Im Sommer 2016 werden für die Gebiete Jura Ost und Zürich Nordost voraussichtlich je 8 Sondiergesuche beim Bund eingereicht. Diese sind nach Kernenergiegesetz bewilligungspflichtig. Gesuche für Nördlich Lägern sind um den Jahreswechsel 2016/17 zu erwarten. Mit den eigentlichen Bohrungen wird aber frühestens nach dem Bundesratsentscheid Ende 2018 begonnen.

Das Entsorgungsprogramm und das Forschungs- und Entwicklungsprogramm (RD&D-Programm) werden regelmässig aktualisiert. Ende 2016 werden von beiden aktualisierte Versionen bei den Bundesbehörden eingereicht. Irina Gaus, Gesamtprojektleiterin Forschung & Entwicklung, erläuterte im dritten Referat die aktuellen Forschungsarbeiten. Ein wichtiger Aspekt des Schweizer Entsorgungsprogramms ist die schrittweise Optimierung der Anlagekonzepte bis zum Bau. In der Forschung und Entwicklung spielt auch die internationale Zusammenarbeit eine wichtige Rolle.

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