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Medienmitteilung

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17.07.2007

Umfrage der Nagra zur Entsorgung radioaktiver Abfälle

Eine im Auftrag der Nagra durchgeführte repräsentative Meinungsumfrage der Publitest AG bei über 1000 Personen zeigt deutlich: die nachhaltige Entsorgung radioaktiver Abfälle soll möglichst rasch…

radioaktiver Abfälle soll möglichst rasch innerhalb der Schweizer Landesgrenzen gelöst werden. Zudem glaubt eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer, dass die Wissenschaftler sichere Entsorgungs-lösungen technisch umsetzen können – und dass bei der Wahl eines Lagerstandortes Sicherheitsüberlegungen oberste Priorität haben sollen. 

Das Meinungsforschungsinstitut Publitest AG, Zürich, hat im Auftrag der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) während der Monate April und Mai 2007 eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Befragt wurden über 1000 Personen in der ganzen Schweiz (exklusiv Tessin). Die Umfrage hatte zum Ziel, mehr über die Meinung der Schweizer Bevölkerung zu Konzept, Machbarkeit und zeitlicher Realisierbarkeit der Entsorgung radioaktiver Abfälle zu erfahren. 

Möglichst rasch entsorgen

83% der Bevölkerung möchten die radioaktiven Abfälle möglichst rasch in sicheren geologischen Tiefenlagern entsorgen und sprechen sich gegen eine längere Zwischenlagerungszeit an der Oberfläche aus. Zur Zeit werden alle radioaktiven Abfälle in Zwischenlager-gebäuden bei den Kernkraftwerken, im zentralen Zwischenlager ZWILAG und im Bundeszwischenlager (BZL) in Würenlingen (AG) gelagert. 

Die Pflicht zur Entsorgung der Abfälle im Inland steht hoch im Kurs

85% der Schweizerinnen und Schweizer wollen die Abfälle in einem geologischen Tiefenlager innerhalb der Schweiz entsorgen. Lediglich 13% ziehen in Betracht, dass radioaktive Abfälle der Schweiz auch im Ausland gelagert werden könnten.

Lager sind in der Schweiz technisch und politisch machbar

66% der befragten Schweizerinnen und Schweizer trauen den Wissenschaftlern unseres Landes zu, sichere Tiefenlager realisieren zu können. Über die letzten vier Jahre ist ein zunehmendes Vertrauen gewachsen, dass die Behörden die Entsorgungsfrage auch politisch lösen (62%). 

Sicherheit soll Standortwahl bestimmen

Entscheidend für die Standortwahl eines Lagers sollen nach dem Willen von 88% der Befragten primär Sicherheitsüberlegungen sein. Nur 12% sind der Ansicht, die politische Akzeptanz der Bevölkerung oder die wirtschaftlichen Interessen der Region sollten für die Standortwahl ausschlaggebend sein.

Akzeptanz mit Vorbehalten

64% der Antwortenden gaben an, ein Lager für radioaktive Abfälle in der Nähe ihres Wohnortes grundsätzlich zu akzeptieren. 1/3 davon würden sich keine Sorgen machen, 2/3 gaben an, sie hätten dabei ein ungutes Gefühl – würden das Lager in ihrer Nähe jedoch akzeptieren.

Kontaktpersonen  
Armin Murer, Leiter Öffentlichkeitsarbeiten 056 437 12 20
Markus Fritschi, Mitglied der Geschäftsleitung  056 437 13 07
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