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Medienmitteilung

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06.10.2020

Nagra reicht weiteres Bohrgesuch für die Region Nördlich Lägern ein

Die Nagra reicht im Oktober ein Gesuch für eine Tiefbohrung in der Gemeinde Bachs in der Standortregion Nördlich Lägern ein.

Ob die Bohrung tatsächlich durchgeführt wird, hängt von den Ergebnissen der vorangehenden Untersuchungen ab.

Die Nagra hat insgesamt 23 Gesuche für Tiefbohrungen eingereicht: je acht für die Standortgebiete Jura Ost und Zürich Nordost, sieben für das Gebiet Nördlich Lägern. Nun reicht die Nagra für Nördlich Lägern ein weiteres Gesuch ein.

«Bei der bereits abgeschlossenen Bohrung in Bülach haben wir oberhalb des Opalinustons – also dem Tongestein, in dem das Tiefenlager dereinst gebaut werden soll – ein versteinertes Korallenriff durchbohrt. Dieses Riff werden wir auch bei der zweiten Bohrung in Nördlich Lägern im Stadler Hasliboden durchbohren», erklärt Tim Vietor, Bereichsleiter Sicherheit und Geologie bei der Nagra. Mit einer dritten Bohrung, ebenfalls in Stadel, bohrt die Nagra westlich dieses Korallenriffs. «Wir gehen davon aus, dass wir mit dieser Bohrung westlich der Riffkante das Bild des Untergrunds im Standortgebiet vervollständigen können. Für den Fall, dass wir eine weitere Bohrung ausserhalb des Riffs benötigen, reichen wir in den nächsten Tagen ein Gesuch für eine Bohrung in der Gemeinde Bachs ein», ergänzt Vietor. Ob die Bohrung durchgeführt wird, hängt von den Ergebnissen der vorangehenden Bohrungen ab.

Das Verfahren zur Standortwahl für ein geologisches Tiefenlager wird vom Bund geleitet. Aufgrund früherer Untersuchungen steht bereits fest, dass die Regionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost für den Bau eines Tiefenlagers grundsätzlich geeignet sind. Mit den Tiefbohrungen will die Nagra herausfinden, welche der drei Regionen am besten geeignet ist. Aussagen darüber sind im Moment noch nicht möglich.

Die Nagra informiert die Bachser Bevölkerung am Samstag, den 17. Oktober auf dem Gelände, wo der Bohrplatz geplant ist (Stampfistrasse, bei der alten ARA). Mitarbeitende der Nagra stehen zwischen 10 und 15 Uhr vor Ort für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Weitere Auskünfte: Patrick Studer, Leiter Medienstelle Nagra: 076 579 36 50, medien@nagra.ch

Mehr Informationen

Zunächst wird das Gesuch auf seine Vollständigkeit überprüft und voraussichtlich noch in diesem Jahr 30 Tage öffentlich aufgelegt.

Faktenblatt – Sondierbohrung Bachs

Gemäss Schweizer Kernenergiegesetz sind die Verursacher radioaktiver Abfälle für eine sichere Entsorgung verantwortlich. 1972 haben die Kernkraftwerk-Betreiber und der Bund dafür die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) gegründet. Sie hat ihren Sitz in Wettingen (AG). Die Nagra ist das technische Kompetenzzentrum der Schweiz für die Entsorgung radioaktiver Abfälle in geologischen Tiefenlagern.

130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich täglich für diese wichtige Aufgabe ein – aus Verantwortung für den langfristigen Schutz von Mensch und Umwelt. Umfassende Forschungsprogramme in zwei Schweizer Felslabors und eine intensive internationale Zusammenarbeit sichern die Kompetenz.

Titelbild: © Comet Photoshopping, Dieter Enz

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