Glossar

 

Konzept

Radioaktive Abfälle (sog. Atommüll) müssen so entsorgt werden, dass der dauernde Schutz von Mensch und Umwelt gewährleistet ist. Dazu müssen sie getrennt von unserem Lebensraum aufbewahrt werden. Man weiss aus zahlreichen geologischen Untersuchungen, dass der Untergrund in verschiedenen Zonen in der Schweiz über sehr lange Zeiträume ungestört blieb.

Nach heutigem Wissensstand ist die geologische Tiefenlagerung die einzige Methode, die auch den hohen Anforderungen an die Langzeitsicherheit entspricht. Grundsätzlich schreibt das Kernenergiegesetz in der Schweiz die Lagerung radioaktiver Abfälle in geologischen Tiefenlagern vor. Die geologische Tiefenlagerung gilt nicht nur in der Schweiz als sicherste Methode. Sie ist weltweit von Experten anerkannt.

Neben der geologischen Tiefenlagerung wurden auch weitere Entsorgungslösungen geprüft. Zum Beispiel:

  • Verdünnung der radioaktiven Abfälle in die Umwelt
  • Entsorgung in ungestörten Meeressedimenten
  • Entsorgung im Eis der Antarktis
  • Entsorgung im Weltall

Diese Konzepte werden heute nicht mehr verfolgt. Die Versenkung der Abfälle im Meer ist beispielsweise stark umstritten und heute gesetzlich verboten. Die Entsorgung mit Hilfe von Raketen hat ein zu hohes Risiko wegen Explosionen beim Start. Gesteinsschichten können hingegen dazu über viele Jahrmillionen stabil bleiben und ihre Eigenschaften behalten. Dies ermöglicht den sicheren Einschluss der radioaktiven Abfälle über sehr lange Zeiträume. Im Untergrund steht die Zeit sozusagen still, unabhängig davon, was an der Erdoberfläche geschieht.

 

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