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Kabellose Überwachung künftiger Tiefenlager im Test

Künftige Tiefenlager mit radioaktiven Abfällen müssen sehr sicher und dauerhaft verschlossen werden. Kommende Generationen sollen die Möglichkeit haben – sofern sie es wollen – den sicheren Verschluss des Lagers von aussen zu überwachen.

Forscher haben nun ein entsprechendes kombiniertes Projekt im Nagra-Felslabor Grimsel gestartet, das beide Aspekte berücksichtigt. Sie testen neueste Versiegelungs- und Abschlussmethoden von Stollen sowie kabellose Messtechniken auf ihre Eignung für den Einsatz in geologischen Tiefenlagern.

Die spanische Entsorgungsorganisation ENRESA (Empresa Nacional de Residuos Radiactivos, S.A.) baut zur Zeit im Felslabor einen 4 Meter dicken sogenannten «Plug» (Abschlussbauwerk) für Lagerstollen ein. Der «Plug» soll später in einem Tiefenlager für hochaktive Abfälle für den Abschluss der Lagerstollen zum Einsatz kommen. Die britische Organisation Nirex (Nuclear Industry Radioactive Waste Executive) und die ETH Zürich erproben am gleichen Objekt neueste geophysikalische Verfahren. Sie beobachten in den kommenden Jahren das Verhalten der Stollenversiegelung, ohne dafür Kabel und Sensoren installieren zu müssen. Die Nagra testet kabellose Übertragungssysteme von eingebauten Sensoren zu den externen Erfassungsinstrumenten.

Die kabellose Überwachung haben ein Ziel: wichtige Eigenschaften künftig verschlossener Lagerbauten von aussen zu scannen, ohne dass durch das Einbauen von Kabeln in den künftigen Stollenbereich Schwächezonen entstehen. Ist der Test im Nagra-Felslabor erfolgreich, sind die beteiligten Organisationen der Realisierung künftiger sicherer Tiefenla-ger einen weiteren Schritt näher gerückt.

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