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Geologische Entwicklungen millimetergenau verfolgen

Die Nagra hat die ersten Messstationen des satellitengestützten Präzisions-Messnetzes «NaGNet» in Betrieb genommen. Es dient der Beobachtung geringster Bewegungen im geologischen Untergrund.

Die Messstationen zeichnen über viele Jahre hochgenaue Positionsdaten des «Global Navigation Satellite System» (GNSS) auf. Mit den so erhobenen Daten über die Bewegungen im Untergrund lassen sich geologische Modelle und Prognosen verfeinern. Präzisere Modelle wiederum erlauben es, die Langzeitsicherheit künftiger geologischer Tiefenlager noch genauer zu beurteilen.

Die ersten NaGNet-Stationen haben vor Kurzem ihren Betrieb aufgenommen. Sie stehen in Murgenthal, Hägglingen und Stadel. In naher Zukunft plant die Nagra die Errichtung weiterer Messstationen in der Nordschweiz sowie in Süddeutschland. Die Stationen ergänzen das bestehende GNSS-Messnetz (AGNES – «Automatisches GNSS-Netz der Schweiz»), welches das Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) betreibt.

Die rund 3 Meter hohen Messstationen stehen ausserhalb von Siedlungszonen auf freiem Feld und fügen sich verhältnismässig unauffällig in das Landschaftsbild ein. Anders als Mobilfunkantennen senden sie keine aktive Strahlung aus, sondern haben eine reine Empfängerfunktion.

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