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Bisherige Untersuchungen des Untergrunds in den Regionen

Der Untergrund in der Nordschweiz ist gut erforscht. Zum Gesamtbild tragen Bohrungen und Seismik-Messungen massgeblich bei.

Die Nagra und weitere Firmen haben den geologischen Untergrund in der Nordschweiz mit verschiedenen Methoden erkundet. Die Punkte sind Bohrungen deren Daten in die Standortwahl einfliessen. Flächen und Linien sind durchgeführte seismische Untersuchungen. Die drei möglichen Standortgebiete für ein geologisches Tiefenlager sind: Jura Ost (links), Nördlich der Lägern (Mitte) und Zürich Nordost (rechts).

Wo der am besten geeignete Standort für ein Tiefenlager liegt, hängt von der Geologie ab, also von den Gesteinsschichten.

Wissenschaftler begutachten eine Gesteinsprobe
Wissenschaftler begutachten eine Gesteinsprobe aus dem Untergrund.

Um das Gesamtbild des Untergrunds in der Nordschweiz zu vervollständigen, hat die Nagra die bereits bestehenden Kenntnisse mit weiteren Untersuchungen ergänzt. Dazu zählen Seismik-Messungen, Quartäruntersuchungen, Tiefbohrungen und hochpräzise Höhenmessungen. Zudem werden sehr schwache Erdbeben aufgezeichnet und ausgewertet.

Seismik-Messungen der Nagra in der Nähe des Kernkraftwerks Gösgen
Seismik-Messungen der Nagra in der Nähe des Kernkraftwerks Gösgen. Foto: Beat Müller
Quartärbohrung der Nagra in Untersiggenthal
Quartärbohrung der Nagra in Untersiggenthal.

Weiterführende Informationen:

Bestens gerüstet für den Standortvorschlag

Durch die Untersuchungen weiss die Nagra, wie der geologische Untergrund in den Gebieten aussieht, die sich für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle eignen. Sie weiss, wo die besten Gesteinsschichten liegen und welche Eigenschaften diese haben. Zudem kennt sie die Lage von sogenannten Störungszonen, denen sie mit dem Tiefenlager ausweichen muss.

Nun kann die Nagra die möglichen Standortgebiete für ein Tiefenlager miteinander vergleichen. 2022 wird sie ankündigen, welches aus ihrer Sicht der beste Standort für ein Tiefenlager ist.

Messnetz für satellitengestützte Höhenmessungen

Die Nagra betreibt ein Messnetz für hochpräzise Höhenmessungen mit Hilfe von Navigationssatelliten. Damit kann sie kleinste Bewegungen im geologischen Untergrund der Nordschweiz von weniger als einem Millimeter pro Jahr bestimmen. Die Daten zu den Bewegungen im Untergrund werden während mehrerer Jahre erhoben. Damit lassen sich geologische Modelle und Prognosen für die Langzeitsicherheit eines künftigen Tiefenlagers verfeinern.

Messstation für satellitengestützte Höhenmessungen in Seltisberg
Messstation für satellitengestützte Höhenmessungen in Seltisberg, Kanton Basel-Landschaft.

Messnetz für schwache Erdbeben

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) unterhält im Auftrag der Nagra ein seismisches Überwachungsnetz für Schwachbeben. Damit werden auch die Tiefbohrungen der Nagra überwacht. Die Messgeräte (Seismometer) wurden in abgelegenen Gebieten installiert, um den Einfluss durch die Zivilisation so gering wie möglich zu halten. So können schwache, für den Menschen nicht spürbare Beben aufgezeichnet und deren Tiefenlage bestimmt werden. Genaue Kenntnisse der Erdbebensituation einer Region sind bei der Beurteilung der Langzeitsicherheit eines geologischen Tiefenlagers von Bedeutung. Durch die Auswertung der Erdbeben können aktive Störungszonen entdeckt und lokalisiert werden.

Messtation des Schwachbebennetzes in Böbikon
Messstation des Schwachbebennetzes in Böbikon (Kanton Aargau), die vom Schweizerischen Erdbebendienst eingerichtet wurde. Foto: Beat Müller

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