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Arbeitsbericht NAB 13-70

Härterippen in den Effinger Schichten am Jura-Südfuss zwischen Olten und Auenstein

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Die Effinger Schichten (Effingen-Member der Wildegg-Formation) 1 bestehen aus z. T. sandigen Kalkmergeln mit eingeschalteten z. T. sandigen, tonigen Kalken und vereinzelt ''reinen'' Kalken (Karbonatgehalt > 90 %). Die Effinger Schichten lassen sich in Kalkmergel- und Kalkbankabfolgen unterteilen (vgl. Deplazes et al. 2013). Die offenbar sehr gute Korrelierbarkeit einiger Kalkbankabfolgen zwischen den Bohrungen Pfaffnau-1 (Büchi et al. 1965), EWS-Bohrung Oftringen (Albert & Bläsi 2008), Gösgen-SB2 (Albert et al. 2009), EWS Aarau (Sachs et al. 2012a), EWS Küttigen-2 (Albert et al. 2007), EWS Biberstein (Sachs et al. 2012b) und SB Schafisheim (Matter et al. 1988) (Fig. 1) führte zur Frage, ob sich diese postulierte Durchgängigkeit der Kalkbankabfolgen in der Morphologie durchpaust und die Kalkbankabfolgen mit dem Digitalen Terrainmodell der Amtlichen Vermessung (DTM-AV) kartiert werden können. Falls dies möglich ist, lassen sich so eventuell laterale Mächtigkeitsänderungen (z. B. vermutete Mächtigkeitsabnahme zwischen EWS-Küttigen und Schafisheim; Fig. 1) oder das Ausdünnen oder Auskeilen von Schichten (z. B. das vermutete Ausdünnen der Gerstenhübel-Schichten (Gerstenhübel-Bed) von Ost nach West im Untersuchungsgebiet; Fig. 1) besser eingrenzen. Andererseits könnten Lage und Verlauf dieser Bänke an der Oberfläche auch ergänzende Hinweise zur Tiefenlage darunter liegender Schichten und zu möglichen tektonischen Störungen liefern. Diesen Fragen sollte am Jura-Südfuss zwischen Olten und Auenstein nachgegangen werden, wo mit den Bohrungen Gösgen-SB2, EWS Aarau, EWS Küttigen-2 und EWS Biberstein sowie dem Steinbruch Jakobsberg bei Auenstein an fünf Punkten eine Eichung der Ober-flächendaten möglich ist. In dieser Region bilden die Effinger Schichten am Fuss der ersten Jurafalten (von West nach Ost: Hauenstein-Dottenberg-, Gugen-, Leutschenberg-Beguttenalp- und Gisliflue-Antiklinalen) eine sanfte Combe2 zwischen der Härterippe des Hauptrogensteins im Norden und der Malmkalke (Balsthal- und Villigen-Formation) entlang der Aare. In und vor allem zwischen den Siedlungen Mahren, Lostorf, Stüsslingen, Erlinsbach, Küttigen, Biberstein und Auenstein sind verschiedentlich Geländeformen erkennbar, die auf Schichtstufen innerhalb der Effinger Schichten zurückgeführt werden können. Es galt abzuklären, wie präzise diese Geländestufen mit Hilfe des hoch auflösenden DTM-AV (2 m-Raster) kartiert und inwieweit sie untereinander und mit den in den genannten Bohrungen beschriebenen Kalkbankabfolgen korreliert werden können. Die vorliegende Studie wurde vor Fertigstellung des Geologischen Atlasblattes Aarau (Jordan et al. 2011a) begonnen und ihre Resultate wurden bei der Erstellung dieser geologischen Karte berücksichtigt.

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