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Arbeitsbericht NAB 07-12

EP-05: Digitales Höhenmodell Basis Quartär

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Basierend auf Bohrungsdaten, geologischen Karten, älteren regionalen und überregionalen Karten zur Basis oder Mächtigkeit der quartären Lockergesteine sowie weiteren geologischen Publikationen wurde ein Isolinien-Datensatz zum Verlauf der Felsoberfläche zwischen dem Neuenburger und dem Bodensee erarbeitet. Dieser diente zusammen mit einem ebenfalls digitalisierten Datensatz der Talachsen zur Berechnung eines digitalen Höhenmodells der Basis des Quartärs (DHM B_QU). Es handelt sich um ein Rastermodell, dessen Knotenlage und Maschenweite mit dem digitalen Höhenmodell (DHM25) des Bundesamtes für Landestopographie identisch ist. Unter Einbezug der ebenfalls kongruenten digitalen Höhenmodelle geologischer Horizonte, wie sie von der Nagra in den letzten Jahren für mehrere Schichtgrenzen erarbeitet wurden, können so verschiedenste räumliche Berechnungen und Visualisierungen durchgeführt werden. Als Beispiele seien hier die Ermittlung der Lockergesteinsmächtigkeit, der Abstand einer Kaverne von der Felsoberfläche, die Kartierung der verdeckten Ausbisslinie einer Felsformation (subcrop) und die automatisierte Konstruktion von geologischen Querprofilen genannt.
 

Die Erarbeitung des vorliegenden Höhenmodells erfolgte innerhalb von knapp anderthalb Jahren in einzelnen regionalen Schritten. Auch wenn ältere Teile beim Vorliegen neuer Informationen regelmässig überarbeitet wurden, liegen heute doch verschiedene Bearbeitungsstile vor, welche sich insbesondere in der Standardäquidistanz der dem Modell zu Grunde liegenden Isolinien, manifestieren. Diese beträgt in den ältesten Modellteilen 50 m, später 25 m und in den jüngsten 12.5 Meter. Eine Homogenisierung des Modells fand bislang nicht statt, da der weiteren räumlichen Ausdehnung des Modells jeweils der Vorzug gegeben wurde. Das derzeitige DHM B_QU stellt eine Momentaufnahme des aktuellen Wissens- und Bearbeitungsstandes dar. Innerhalb des aktuellen Modellperimeters ist insbesondere bei der Erschliessung neuer Datenquellen eine Revision mit gleichzeitiger Homogenisierung der Isoliniendichte anzustreben. Eine Ausweitung des Modells auf bislang nicht erfasste Gebiete ist z. Z. seitens der Nagra nicht vorgesehen. Sie könnte aber durchaus auch von dritter Seite erfolgen.

Der vorliegende Bericht gibt einen Einblick in die Erarbeitung des DHM B_QU und zeigt exemplarisch einige Anwendungsmöglichkeiten auf.

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