Glossar

 

Standortgebiete

Der Bundesrat hat am 21. November 2018 entschieden, dass die Nagra in der dritten Etappe die Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost abschliessend untersuchen soll. Alle drei Standortgebiete eignen sich sowohl für ein geologisches Tiefenlager für hochaktive Abfälle (HAA) als auch schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA) oder aber für ein Kombilager mit einem gemeinsamen Standort der beiden Lagertypen.

Die Etappen 1 und 2 der Standortwahl sind abgeschlossen. Der Bundesrat hat am 21. November 2018 den Startschuss zu Etappe 3 gegeben (UVEK-Medienmitteilung). Die Nagra untersucht nun die drei verbleibenden Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost vertieft und vergleicht sie abschliessend wieder miteinander. Das Untersuchungsprogramm umfasst die bereits durchgeführten seismischen Untersuchungen sowie Quartäruntersuchungen und Tiefbohrungen.

Ergebnisse der Etappe 2 der Standortwahl

Das geologische Standortgebiet Jura Ost für ein SMA-Lager verfügt über ein grosses Platzangebot im bevorzugten Tiefenbereich und bietet breite Möglichkeiten zur Optimierung des Bereichs untertag, in dem ein Tiefenlager SMA respektive HAA angeordnet werden kann. Dieser ist bezüglich Tiefenlage ausgewogen und verfügt über ein grosses Platzangebot. Der einschlusswirksame Gebirgsbereich (Opalinuston kombiniert mit Rahmengesteinen) weist sehr günstige Barriereneigenschaften auf. Zudem ist die geologische Situation hinsichtlich Langzeitstabilität günstig.

Das geologische Standortgebiet Jura Ost für ein HAA-Lager verfügt trotz der beschränkten Tiefenlage des Wirtgesteins im Hinblick auf zukünftige Erosion über ein günstiges Platzangebot im bevorzugten Tiefenbereich. Der einschlusswirksame Gebirgsbereich weist hier gute Barriereneigenschaften auf. Erosion kann wegen der beschränkten Tiefenlage die Barrierenwirkung der oberen Rahmengesteine reduzieren. Zudem kann die Bildung einer Erosionsrinne in ferner Zukunft nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Dosisberechnungen unter Annahme einer Erosionsrinne zeigen aber, dass auch dann das Schutzziel gemäss ENSI eingehalten würde.

Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle kann in einem Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA) und einem Lager für hochaktive Abfälle (HAA) oder in einem Kombilager vorgenommen werden. Bei letzterem werden HAA- und SMA-Lager am gleichen Standort gebaut und besitzen eine gemeinsame Oberflächeninfrastruktur.

Ergebnisse der Etappe 2 der Standortwahl

In ihrem sicherheitstechnischen Vergleich in Etappe 2 kam die Nagra zum Schluss, dass die geologischen Standortgebiet in Nördlich Lägern für ein SMA- beziehungsweise HAA-Lager im bevorzugten Tiefenbereich nur ein ungenügendes Platzangebot untertags aufweist. Es gibt dort keine Möglichkeit, das Lager in bautechnisch optimaler Tiefenlage anzuordnen. In grösserer Tiefe ist das Platzangebot zwar etwas grösser, aber die bautechnischen Herausforderungen wären gross und liessen eine erhebliche Schädigung der geologischen Barrieren erwarten.
Die Nagra schlug daher vor, die geologischen Standortgebiet SMA und HAA Nördlich Lägern für Etappe 3 zurückzustellen. Das ENSI kam bei der Beurteilung des Nagra-Vorschlags zum Schluss, dass die Zurückstellung von Nördlich Lägern nicht belastbar sei und somit auch Nördlich Lägern neben Jura Ost und Zürich Nordost in Etappe 3 weiter untersucht werden soll. Der Bundesrat ist dieser Einschätzung gefolgt und hat am 21. November 2018 festgelegt, dass auch Nördlich Lägern in Etappe 3 vertieft untersucht wird.

Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle kann in einem Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA) und einem Lager für hochaktive Abfälle (HAA) oder in einem Kombilager vorgenommen werden. Bei letzterem werden HAA- und SMA-Lager am gleichen Standort gebaut und besitzen eine gemeinsame Oberflächeninfrastruktur.

Ergebnisse der Etappe 2 der Standortwahl

Die geologischen Standortgebiete SMA und HAA in Zürich Nordost für ein SMA- respektive HAA-Lager weisen im bevorzugten Tiefenbereich ein erhebliches Platzangebot untertags auf und bieten breite Möglichkeiten zur optimalen Abgrenzung eines Bereichs untertag, in dem ein SMA- respektive HAA-Lager angeordnet werden kann. Dieser Bereich ist bezüglich Tiefenlage ausgewogen und verfügt auch über ein grosses Platzangebot. Der einschlusswirksame Gebirgsbereich (Opalinuston kombiniert mit mächtigen Rahmengesteinen) weist sehr gute Barriereneigenschaften auf. Zudem ist die geologische Situation hinsichtlich Langzeitstabilität günstig.

Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle kann in einem Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA) und einem Lager für hochaktive Abfälle (HAA) oder in einem Kombilager vorgenommen werden. Bei letzterem werden HAA- und SMA-Lager am gleichen Standort gebaut und besitzen eine gemeinsame Oberflächeninfrastruktur.

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