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Nagra bereitet Bohrplatz in Rheinau vor

Die Nagra beginnt in Rheinau mit Vorarbeiten für einen Bohrplatz. Ob in Rheinau tatsächlich gebohrt wird, ist noch nicht entschieden.

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle Nagra erwägt eine weitere Tiefbohrung in Zürich Nordost, einem der drei potenziellen Standortgebiete für ein geologisches Tiefenlager in der Schweiz. Nach den Bohrungen in Trüllikon und Marthalen bereitet die Nagra nun einen Bohrplatz in Rheinau vor. Mit einer Bohrung in Rheinau könnte die Nagra senkrecht verlaufende Störungen im Untergrund untersuchen. Hinweise auf solche senkrechten Störungen hat die Nagra aus früheren Untersuchungen, sogenannten 3D-seismischen Messungen, die mit Ultraschalluntersuchungen vergleichbar sind. Die Auswertung dieser Daten hat gezeigt, dass eine Bohrung in Rheinau Erkenntnisse über die Störungen liefern könnte. Diese Erkenntnisse wären für alle drei potenziellen Standortgebiete von Bedeutung.

Die Entscheidung darüber, ob die Bohrung ausgeführt wird, ist noch offen. «Wir haben dennoch beschlossen, mit den Vorbereitungsarbeiten zu beginnen, bevor der Boden im Spätherbst zu feucht wird und wir nicht mehr bauen können», erklärt Philipp Senn, stellvertretender Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei der Nagra und ergänzt: «Wenn wir jetzt mit den Vorbereitungsarbeiten beginnen, ist der Bohrplatz im Frühling 2021 bezugsbereit - für den Fall, dass wir die Bohrung durchführen wollen.»

Die Arbeiten starten am 14. September 2020. Die Bohrung in Rheinau würde nicht vor dem Frühjahr 2021 beginnen. Der Betrieb des angrenzenden Schützenhauses wird nicht eingeschränkt.

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