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Erste Tiefbohrung in Bözberg abgeschlossen

Die Nagra hat die erste Tiefbohrung in Bözberg abgeschlossen. Der Abschluss der zweiten Bohrung erfolgt in den nächsten Wochen. Weitere Bohrungen in der Region Jura Ost sind nicht geplant.

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle Nagra baut das Bohrgerät auf der Baustelle in Bözberg bei Ursprung nach rund sieben Monaten ab. Bis in eine Tiefe von 1037 Meter hat sich der Bohrer vorgearbeitet und Gesteinsproben entnommen. Auch die zweite Bohrung in Bözberg im Gebiet Riedacker soll noch diesen Monat fertig werden. Damit werden die Untersuchungen im potenziellen Standortgebiet Jura Ost vorerst abgeschlossen.

Mit dem Verlauf der Untersuchungen in Bözberg bei Ursprung ist die Nagra zufrieden. «Die Tiefbohrung ist gut verlaufen. Wir haben gute Gesteinsproben entnehmen können, die nun in verschiedenen Laboren genauer untersucht werden», erläutert Philipp Senn, stellvertretender Leiter Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit bei der Nagra. Der Opalinuston, also das Gestein, in dem einst das Tiefenlager gebaut wird, ist in Bözberg rund 120 Meter dick, sehr dicht und ruhig gelagert. Damit weist der Untergrund auch in diesem Standortgebiet die richtigen Eigenschaften für ein mögliches Tiefenlager auf.

Der Dialog mit der Bevölkerung ist der Nagra sehr wichtig. «Deshalb freuen wir uns, dass rund 500 Leute unseren ersten Bohrplatz in Bözberg besucht und sich über unsere Arbeit informiert haben», ergänzt Senn.

In den nächsten Tagen wird die Bohranlage nach Stadel (Hasliboden) transportiert, wo die Tiefbohrung noch vor Weihnachten startet. Der Bözberger Bohrplatz wird nächstes Jahr zurückgebaut.

Seit 2019 untersucht die Nagra den geologischen Untergrund in den Regionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost mit Tiefbohrungen. Mittlerweile hat sich bestätigt, dass in allen drei Regionen ein sicheres Tiefenlager gebaut werden kann. Voraussichtlich im Jahr 2022 kann die Nagra sagen, welche Region sich aus ihrer Sicht am besten für ein Tiefenlager eignet.

Weitere Auskünfte: Patrick Studer, Leiter Medienstelle Nagra: 076 579 36 50 medien@nagra.ch

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