
In der Schweiz sind zwei Tiefenlager geplant – eines für hochradioaktive und eines für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Das Prinzip ist bei beiden gleich. Die Abfälle lagern Hunderte von Metern unter der Erdoberfläche in Stollen oder Kavernen. Dort sind sie von mehreren Sicherheitsbarrieren umgeben: den Abfallbehältern, dem Verfüllmaterial der Stollen oder Kavernen und einem undurchlässigen Gestein. Dieses Barrierensystem hält die radioaktiven Stoffe dauerhaft von unserem Lebensraum fern.
An der Oberfläche braucht es in der Zeit, in der die Abfälle eingelagert werden, eine Anlage mit Verkehrsanschluss. Dort werden die Abfälle angeliefert, umgeladen und anschliessend über eine Rampe oder einen Schacht in den Untergrund transportiert. Hochradioaktive Abfälle werden zudem von Transportbehältern in Lagerbehälter umgepackt. Schwach- und mittelradioaktive Abfälle werden bereits verpackt angeliefert.

Schema eines Tiefenlagers für hochradioaktive Abfälle. (Bild: Infel AG, C. Köppel)