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«Die Transparenz in der Schweiz ist beeindruckend»
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Tiefenlager und Grundwasser
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 Begegnungen mit der Nagra im Jahr 2010
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 Nagra baut Präzisionsmessstationen mit swisstopo
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Nagra baut Präzisionsmessstationen mit swisstopo

 

Die Nagra erweitert zurzeit das permanente satellitengestützte Präzisionsmessnetz der Schweiz. Die Messstationen zeichnen kleinste Bewegungen im geologischen Untergrund auf. Im Hinblick auf die Langzeitsicherheit von zukünftigen geologischen Tiefenlagern können damit die Modelle zur Bewegung der Erdkruste überprüft werden.

 

Die neuen Stationen ergänzen das bestehende Messnetz, das von swisstopo (Bundesamt für Landestopografie) bereits heute betrieben wird. Die Messungen erfolgen mit Hilfe der Signale des globalen Systems von Navigationssatelliten GNSS (Global Navigation Satellite System). Bei der Platzierung der neuen GNSS-Messstationen legt die Nagra den Fokus auf die vorgeschlagenen Standortgebiete für die Tiefenlagerung radioaktiver Abfälle.

 

Geplant sind 10 neue GNSS-Stationen. Sie werden seit Mitte 2010 für mehrere Jahrzehnte betrieben mit dem Ziel, Bewegungen der Erdkruste von weniger als einem Millimeter pro Jahr bestimmen zu können.

 

Die Messstationen sind kompakt und unscheinbar gestaltet. Sie senden im Gegensatz zu Mobilfunkantennen keine Strahlung aus, sondern empfangen Signale von Satelliten.

 

 

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Die GNSS-Station bei Murgenthal AG.

 

 

Felslabor Mont Terri erhält Besucherpavillon


Vor dem Stolleneingang zum internationalen Felslabor Mont Terri in St-Ursanne (Kanton JU) wird zurzeit intensiv gebaut. Das seit 1996 betriebene Felslabor erhält einen neuen Besucherpavillon, der das steigende Interesse in- und ausländischer Besucher für das Felslabor abdecken soll. Geplant ist ein grosser Vortragsraum und eine den modernen Ansprüchen gerecht werdende Ausstellung, die Besucherinnen und Besuchern Informationen zur Entsorgung radioaktiver Abfälle und zum möglichen Wirtgestein Opalinuston näherbringt.


Strassen- und Zufahrtswege wurden bereits im Spätsommer 2010 erstellt. Der Bau des Gebäudes beginnt im Februar. Der Ausstellungsraum mit über 140 Quadratmetern Fläche wird bis 5’000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr aufnehmen können. Das «Mont Terri Centre des Visiteurs» wird getragen von swisstopo, dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) und der Nagra.


Die Eröffnung des Besucherpavillons ist für September 2011 geplant.

 

 

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Bautätigkeiten für den geplanten Besucherpavillon beim Felslabor Mont Terri.
(Foto Comet)

 

 

 

 

Nagra unterstützt die «tropische Insel in den Alpen»


Das Tropenhaus Frutigen wird als «tropische Insel in den Alpen» bezeichnet und ist ein ausgesprochen lohnendes Ausflugsziel für Jung und Alt. Es durfte im Oktober 2010 bereits den 100’000. Besucher begrüssen seit seiner Eröffnung am 21. November 2009. Spezielles Merkmal: Das Tropenhaus nutzt das rund 20 Grad warme Bergwasser aus dem Lötschberg-Eisenbahnbasistunnel für die Zucht wärmeliebender Fische und tropischer Pflanzen. Eine attraktive Ausstellung zu geologischen Fragen, zu Themen wie Energie, Fischzucht, Ernährung, Nachhaltigkeit und Tropen wird kombiniert mit ausgezeichneter Gastronomie.


Am 29. Januar 2011 eröffnet das Tropenhaus zusätzlich eine Themenausstellung mit dem Titel «Warum ist die Erde warm? – Sonderausstellung zum Thema Geothermie, natürliche Strahlung im Gestein und Geologie». Die Nagra unterstützt diese Sonderausstellung als Partner mit ihrem Know-how. Ein Besuch lohnt sich!


Mehr Informationen dazu unter www.tropenhaus-frutigen.ch.

 

 

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Das Tropenhaus Frutigen eröffnet am 29. Januar 2011 eine Sonderausstellung mit Unterstützung der Nagra. In der Aquakultur in Frutigen werden im warmen Tunnelwasser des Lötschbergs Sibirische Störe und Sterlete gezüchtet.


 

 


Literaturstudie zur Markierung von geologischen Tiefenlagern

 

Wie sollen Standorte von geologischen Tiefenlagern bis weit in die Zukunft für die Menschen lokalisierbar bleiben? Auch das schweizerische Kernenergiegesetz (KEG) beschäftigt sich in Artikel 40, Absatz 7 mit diesem Thema und hält fest: «Der Bundesrat schreibt die dauerhafte Markierung des Lagers vor.»

 

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat im Mai 2010 eine Studie zur Markierung von geologischen Tiefenlagern publiziert. Im 80 Seiten starken Bericht dokumentiert der Autor und Geologe Marcos Buser (Mitglied der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit, KNS) den Stand des aktuellen Wissens aufgrund weltweiter Literaturstudien.

 

Im Ergebnis zeigt die Studie, dass im Wesentlichen alle relevanten Themen zur Markierung bereits heute in der Literatur auf die eine oder andere Art angesprochen wurden. Eine zentrale Frage, die auch in der Literatur immer wieder auftaucht und kontrovers debattiert wird, ist, ob eine Markierung überhaupt die erhoffte Warnfunktion für künftige Gesellschaften erwirken kann.

 

Die ganzheitliche Betrachtung des Markierungskonzepts erfolgt künftig unter Einbezug aller technischen und nicht-technischen Faktoren. Technische Disziplinen öffnen sich für die Anliegen von Semiotik (Ausdrucksund Bedeutungskunde) und für Erkenntnisse aus Archäologie und Geschichte. Die unterschiedlichen Konzepte zur dauerhaften Markierung von Tiefenlagern umfassen neben langzeitbeständigen Zeugnissen vor allem auch bauliche Markierungstechniken, wie Bauten an oder unter der Oberfläche, vergrabene Gegenstände, Markierungsgegenstände im Schachtbereich, Lagerkammern, Stollen, Reflektoren und chemische Marker.

 

Die Studie ist erhältlich beim Bundesamt für Energie (Telefon 031 322 56 11) oder downloadbar inklusive Medienmitteilung unter www.bfe.admin.ch, Rubrik Dokumentation/Medieninformationen.

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Beispiel einer Markierung: Schriften in Stein gemeisselt – für die Ewigkeit gedacht.

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