
| März 2010 |
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Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hat am 26. Februar die von der Nagra vorgeschlagenen Standortgebiete für geologische Tiefenlager bestätigt. Die Nagra hatte zuvor – anhand der Vorgaben des Sachplans geologische Tiefenlager und ausgehend von der ganzen Schweiz – systematisch alle Optionen geprüft. Die unabhängige Sicherheitsbehörde des Bundes hat nun festgestellt, dass die Auswahl nachvollziehbar ist und korrekt gemacht wurde.
Weiterer Meilenstein bei der Standortsuche erreicht
Mit der Bestätigung der Standortgebiete durch die Sicherheitsbehörden des Bundes wurde ein wichtiger Meilenstein bei der Suche nach Standorten für geologische Tiefenlager erreicht. Das ENSI beurteilte die von der Nagra vorgeschlagenen sechs Standortgebiete hinsichtlich ihrer Sicherheit und bautechnischen Machbarkeit. Das am 26. Februar in Bern vorgestellte ENSI-Gutachten, das sich auf Expertenberichte der Kommission Nukleare Entsorgung (KNE), des Bundesamtes für Landestopografie (swisstopo) und weiterer Fachleute stützt, bescheinigt der Nagra eine «... fachlich fundierte, umfassende und nachvollziehbare Analyse der geologischen Grundlagen».
Hinsichtlich Sicherheit bestätigt
Im Gutachten zur Überprüfung der vorgeschlagenen Standortgebiete kommt das ENSI zum Schluss, dass «... die Analysen der Nagra korrekt und nachvollziehbar und die geologischen Grundlagen umfassend und gut dokumentiert sind, dass alle relevanten Informationen für die Auswahl der Standortgebiete ausreichend berücksichtigt wurden und dass die Nagra die im Sachplan vorgegebenen Kriterien stufengerecht und korrekt angewendet hat». Weiter schreibt das ENSI: «Aus Sicht von Sicherheit und technischer Machbarkeit stimmen sowohl das ENSI als auch die KNE den von der Nagra vorgeschlagenen Standortgebieten für das SMA-Lager (Südranden, Zürcher Weinland, Nördlich Lägeren, Bözberg, Jura-Südfuss und Wellenberg) und für das HAA-Lager (Zürcher Weinland, Nördlich Lägeren und Bözberg) zu.»
Resultate gehen in die Anhörung –
Entscheid des Bundesrates Mitte 2011 erwartet
Als nächster Schritt wird die Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) in etwa zwei Monaten zum Gutachten des ENSI Stellung nehmen. Danach erstellt das Bundesamt für Energie (BFE) einen Ergebnisbericht, der im Herbst 2010 für eine mehrmonatige Anhörung öffentlich aufgelegt wird. Kantone, Nachbarstaaten, Parteien, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger werden dann dazu Stellung nehmen können.
Unter Einbezug der Resultate der breiten Anhörung entscheidet der Bundesrat voraussichtlich Mitte 2011, welche Standortgebiete im Sachplan festgelegt werden und damit für das weitere Auswahlverfahren in Etappe 2 des Sachplans verbleiben.
Detaillierte Informationen finden Sie unter www.bfe.admin.ch, Rubrik Dokumentation, und unter www.ensi.ch. |

| Medienkonferenz des Bundesamtes für Energie in Bern mit Vertretern des ENSI, der KNE und von swisstopo. | Dr. Hans Wanner vom ENSI wird von einer Journalistin befragt. |