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25 Jahre Felslabor Grimsel: Wo Forschung und Erdgeschichte aufeinandertreffen


Am 25. September dieses Jahres feierte die Nagra zusammen mit Gästen aus aller Welt das
25-Jahr-Jubiläum des Felslabors unterhalb des Grimselpasses. Die gleichzeitige Verabschiedung von Hans Issler, der 30 Jahre Vorsitzender der Nagra-Geschäftsleitung und zwei Jahrzehnte Präsident der Verwaltung war, brachte zudem emotionale Momente.

 

 

Ein international bedeutendes Felslabor


Das Felslabor hat sich in seiner 25-jährigen Geschichte zu einem weltweit anerkannten Forschungslabor auf dem Gebiet der sicheren Lagerung radioaktiver Abfälle in geologischen Tiefenlagern entwickelt. Die besonderen geologischen Verhältnisse im Felslabor bieten ideale Rahmenbedingungen für verschiedenartige Versuchskonzepte und die Bearbeitung unterschiedlichster Fragestellungen. Der über einen Kilometer lange, verzweigte Laborstollen befindet sich auf 1730 Meter über Meer im 300 Millionen Jahre alten Granit des Aarmassivs. Eine im weltweiten Vergleich einmalige Situation bietet ein als strahlenschutzkontrollierte Zone eingerichteter Laborstollen, der den Einsatz von geringen Mengen radioaktiver Testsubstanzen unter realistischen Verhältnissen erlaubt. Seit Ende der 90er-Jahre konzentrieren sich die Hauptprojekte auf Feldexperimente unter möglichst endlagerrealistischen Randbedingungen. Die Experimente testen bereits das Verhalten grossmassstäblicher Komponenten künftiger Tiefenlager.


25 Jahre Betrieb – eine Erfolgsstory


Heute beteiligen sich 25 Organisationen und Forschungsinstitute aus 11 Nationen sowie der EU an Projekten im Felslabor Grimsel. Der Leiter des Felslabors Grimsel, Ingo Blechschmidt, fasst die Geschichte des Felslabors so zusammen: «Das Felslabor ist Entwicklungsumgebung und Übungsterrain zugleich. Das Verhalten der Natur und die Möglichkeiten, die Gesteine beim langfristigen Einschluss von radioaktiven Stoffen bieten, werden mit Hilfe des Felslabors genau erforscht und verstanden. Die fast unendlich lange Geschichte des Gesteins erzeugt tiefen Respekt und ist gleichzeitig der Schlüssel in eine Zukunft mit sicheren Tiefenlagern in der Schweiz und anderswo.»


Würdigung von Hans Issler

 

Eindrücklich war auch die Verabschiedung von Hans Issler, der als ehemaliger Präsident der Nagra den Bau und den Betrieb des Felslabors über Jahrzehnte begleitete. Zahlreiche Vertreter der im Felslabor beteiligten Partnerorganisationen aus 11 Nationen waren anwesend und erwiesen Hans Issler die Ehre. Der neue Präsident des Verwaltungsrats, Ständerat Pankraz Freitag, würdigte Hans Issler für seine fachliche Kompetenz, seine ruhige, überlegte Art und sein nachhaltiges Handeln: «Hans, Du hast wesentlich dazu beigetragen, dass die technisch-wissenschaftliche Kompetenz der Nagra national und international so hohe Beachtung geniesst.»

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Ingo Blechschmidt, Leiter des Felslabors, beim Führen einer Gruppe.
(Bild: Comet)
 Ständerat und Verwaltungsratspräsident Pankraz Freitag (rechts) zusammen mit Hans Issler.
(Bild: Comet) 
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