
| Mai 2009 |
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Interview mit zwei Mitarbeiterinnen der Nagra: Susanne Haag (Geografin), wissenschaftliche Mitarbeiterin Raumplanung und Umweltverträglichkeit, und Dr. Andrea Rieser (Geologin), technisch-wissenschaftliche Redaktorin, haben letztes Jahr Auszeichnungen für besondere Leistungen in ihrem Fachgebiet erhalten. Sie sprechen über sich und ihre Arbeit bei der Nagra.
Sie arbeiten heute beide bei der Nagra. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Was tun Sie in Ihrer Freizeit?
Sie sind also beide gern im Freien unterwegs. Bedeutet Ihnen die Natur viel?
Andrea Rieser: Eigentlich schon, ja. Ich könnte zum Beispiel nicht mitten in einer Millionenstadt wohnen.
Susanne Haag: Ich bin vor allem durch mein Studium stark für Umweltproblematiken sensibilisiert worden. Naturschutz ist ein grosses Thema für mich.
An Ausstellungen oder bei Führungen in Felslabors sind Sie beide regelmässig im Kontakt mit der Bevölkerung: Was ist aus Ihrer Sicht das Wichtigste in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit?
Susanne Haag: Besonders wichtig ist für mich Ehrlichkeit und dass man auch einmal selbstkritisch sein kann. Zentral ist weiter, Problematiken nicht herunterzuspielen. In dieser Beziehung agiert die Nagra wirklich gut.
Andrea Rieser: Wichtig ist, dass man auf die Menschen eingeht; jede Besucherin, jeder Besucher ist anders. Anliegen muss man ernst nehmen und sich offen und ehrlich bemühen, die gestellten Fragen zu beantworten.
Zum Schluss: Wie sehen Sie die Zukunft der Nagra?
Andrea Rieser: Wir haben eine wichtige Aufgabe und ich hoffe, dass wir sie erfolgreich erfüllen können.
Susanne Haag: Ich denke, mit dem Sachplanverfahren sind die Voraussetzungen gegeben, dass wir uns als technisch-wissenschaftliches Kompetenzzentrum auf unsere Kernstärken konzentrieren können. Für die Zukunft der nuklearen Entsorgung ist wichtig, dass sich die Erkenntnis durchsetzt, dass radioaktive Abfälle da sind und nicht bis in alle Ewigkeit zwischengelagert werden können. Entscheidend ist für mich auch, dass die betroffenen Regionen im Standortwahlprozess sehr gut eingebunden werden und gut informiert sind.
Andrea Rieser: Dem stimme ich zu. Die Menschen müssen am Schluss wissen, dass alles fair und nachvollziehbar vor sich gegangen ist.