1981
Erste geophysikalische Untersuchungen in der Nordschweiz.
1982
Bewilligung von elf Tiefbohrungen. Start der ersten Bohrung in Böttstein (AG) am 11.10.1982.
Der 44 Meter hohe Bohrturm der Bohrstelle Böttstein. (Bild: Nagra)
Zweite Phase geophysikalischer Untersuchungen in der Nordschweiz.
Auswahl von zwanzig potenziellen Standortgebieten für schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA).
Mitarbeiterbestand: 17 Personen.
Ab 1982
Intensive Bohrtätigkeit an den Standorten
Böttstein (AG) 1982/83 / Weiach (ZH) 1982/83 / Riniken (AG) 1983/84 / Schafisheim (AG) 1983/84 /
Kaisten (AG) 1983/84 / Leuggern (AG) 1983/84 / Siblingen (SH) 1988/89
1983
Seismik-Kampagne in der Nordschweiz.
Zwischenbericht «Nukleares Entsorgungskonzept Schweiz».
Einreichung Sondiergesuche für die Standorte: Oberbauenstock, Bois de la Glaive, Piz Pian Grand (im Hinblick auf die Entsorgung von schwach- und mittelaktiven Abfällen).
Baubeginn Felslabor Grimsel (Kristallingestein).
Entdeckung des Permokarbontroges in den Bohrungen Weiach (ZH) und Riniken (AG).
1984
Inbetriebnahme des Felslabors Grimsel mit internationaler Beteiligung für standortunabhängige Untersuchungen.
1985
Einreichung des Projektes Gewähr an die Bundesbehörden (Machbarkeitsstudie und Sicherheitsnachweis der Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz). Beginn der Beurteilung durch Sicherheitsbehörden und Fachexperten.
Nagra-Präsident Dr. Rudolf Rometsch (links) und Geschäftsleiter Hans Issler (rechts)
vor dem Modell eines Lagerbehälters aus Stahl anlässlich der Pressekonferenz, an
der das Projekt Gewähr vorgestellt wurde. (Bild: Nagra)
Ab 1985
Aufnahme der Standortabklärung für schwach- und mittelaktive Abfälle:
Oberbauenstock (UR) / Mergel / 1985-1987
Piz Pian Grand (GR) / Kristallin / 1985-1987
Bois de la Glaive (VD) / Anhydrit / 1985-1993
Wellenberg (NW) / Mergel / 1987-1993
1987
Einreichung Sondiergesuch Wellenberg (NW).

Am 17. Juni 1987 reichte die Nagra ein Sondiergesuch zur Erkundung des
Wellenbergs in der Nidwaldner Gemeinde Wolfenschiessen ein. (Bild: Comet)
1988
Anerkennung der Machbarkeit und des Sicherheitsnachweises der Endlagerung schwach- und mittelaktiver Abfälle durch den Bundesrat. Standortnachweis für die Endlagerung der hochaktiven Abfällen noch offen.
Ausdehnung der geologischen Untersuchungen vom kristallinen Grundgebirge auf Sedimentgesteine. Beurteilung des Sedimentberichtes durch Sicherheitsbehörden und Fachexperten.
Beginn der Tiefbohrung Siblingen nach 8-jährigem Bewilligungsverfahren.
1989
Abschluss der Tiefbohrung Siblingen.
1990
Beginn der Sondierarbeiten am Wellenberg. Die Landsgemeinde des Kantons Nidwalden heisst die drei Initiativen zum Verfügungsrecht über den tieferen Untergrund gut.