Glossar

 

Volumen radioaktiver Abfälle

Die radioaktiven Abfälle entstehen in überschaubaren Mengen.

In den fünf Kernkraftwerken der Schweiz fallen pro Jahr rund 75 Tonnen verbrauchter Brennstoff an. Je nach Laufzeit der einzelnen Werke ergibt dies total rund 3000 bis 4300 Tonnen. In Tiefenlagerbehälter verpackt würde dieser Abfall 7300 Kubikmeter beanspruchen. Dies entspricht etwa dem Volumen von sieben Einfamilienhäusern.

Für eine Betriebsdauer der fünf Kernkraftwerke von beispielsweise fünfzig Jahren rechnet die Nagra insgesamt mit rund 60 000 Kubikmetern schwach- und mittelaktiver Abfälle (inkl. Tiefenlagercontainer). Rund die Hälfte davon sind Abfälle, die beim Rückbau von Kernkraftwerken anfallen. Aus dem Bereich Medizin, Industrie und Forschung (MIF-Abfälle) entstehen zusätzlich rund 33 000 Kubikmeter schwach- und mittelaktive Abfälle. Das Gesamtvolumen von rund 100 000 Kubikmetern entspricht dem im Bild gezeigten Teil der Bahnhofshalle Zürich.

Insgesamt beträgt das Volumen lagerfähig verpackter Abfälle unter diesen Voraussetzungen rund 100 000 Kubikmeter und setzt sich zusammen aus:

  • verbrauchten Brennelementen, von denen ca. 1/3 wiederaufgearbeitet werden,
  • Abfällen aus dem Rückbau der Kernanlagen (Kernkraftwerke und Forschungsanlagen),
  • radioaktiven Abfällen aus Medizin, Industrie und Forschung bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts.

Abfallmengen_2011

Das Volumen von 100 000 Kubikmetern entspricht etwa dem hier gezeigten Teil der Zürcher Bahnhofshalle

Bild: Comet Photoshopping, Dieter Enz

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