Glossar

 

Standortwahl

Die Standortwahl für ein geologisches Tiefenlager erfolgt mit dem Sachplan geologische Tiefenlager gemäss Kernenergie- und Raumplanungsgesetz.

Das vom Bund geführte Verfahren hat zum Ziel, in einem breit abgestützten Vorgehen, Standorte für geologische Tiefenlager zu definieren. Dabei hat die Sicherheit oberste Priorität, daneben spielen aber auch sozioökonomische und raumplanerische Aspekte eine Rolle.

Gesucht werden sichere Standorte, die alle Schutzziele erfüllen und unter raumplanerischen Aspekten vernünftig realisierbar sind. Der Sachplan ermöglicht eine umfassende Koordination aller raumwirksamen Auswirkungen geologischer Tiefenlager und gewährleistet einen frühzeitigen Einbezug der Kantone, Gemeinden und Behörden des benachbarten Auslandes sowie der Bevölkerung und interessierter Organisationen.

Wo stehen wir aktuell bei der Standortwahl für geologische Tiefenlager?

Am 30. Januar 2015 hat die Nagra im Rahmen des Sachplans geologische Tiefenlager die Standortgebiete Zürich Nordost und Jura Ost für die weiteren Untersuchungen in Etappe 3 vorgeschlagen. Sie hat dafür alle Standortgebiete nach den Vorgaben des Bundes sicherheitstechnisch bewertet und verglichen.

Die vorgeschlagenen Standortgebiete eignen sich sowohl für ein geologisches Tiefenlager für schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA) als auch für eines für hochaktive Abfälle (HAA). Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) überprüft zurzeit die Vorschläge der Nagra.