Glossar

 

Langzeitsicherheit

Die heute hochaktiven Abfälle müssen 200 000 Jahre vom menschlichen Lebensraum ferngehalten und dazu sicher eingeschlossen werden.

Danach hat sich ihre Strahlung so weit verringert, dass sie keine Gefahr mehr darstellt.

Aus der Weltgeschichte wissen wir, dass die Gesellschaft selten über längere Zeiten stabil bleibt. Die Erdgeschichte aber lehrt uns, dass Gesteinsschichten über viele Millionen Jahre stabil sein können und ihre Eigenschaften nicht ändern. Die geologischen Prozesse im Untergrund laufen extrem langsam ab, unabhängig davon, was an der Erdoberfläche passiert. Wasserundurchlässige Gesteinsschichten können zudem Stoffe über erdgeschichtliche Zeiträume einschliessen, die weit ausserhalb unserer menschlichen Erfahrungen liegen. Die benötigte Einschlusszeit von hochaktiven Abfällen von etwa 200 000 Jahren ist im Vergleich zu diesen geologischen Zeiten kurz.

Weltweit ist anerkannt, dass für hochaktive Abfälle die Lagerung in geologisch stabilen Gesteinen die Sicherheit über die notwendigen langen Zeiträume gewährleistet. Die Strahlung der Abfälle wird von den Behältern, der Stollenverfüllung, den Lagereinbauten und vom angrenzenden Gestein abgeschirmt. Diese Sicherheitsbarrieren verhindern auch, dass radioaktive Stoffe aus einem geologischen Tiefenlager durch Wasser herausgelöst und an die Erdoberfläche transportiert werden, wo sie in die Nahrungskreisläufe eintreten könnten. Ein geologisches Tiefenlager wird deshalb in einem möglichst wasserdichten Gestein gebaut.

Lanzeitsicherheit

Die Geologie bietet Langzeitsicherheit. In den ausgebrannten natürlichen Kernreaktoren von Oklo (Gabun) blieben die Spaltprodukte zirka 1,8 Milliarden Jahre im Gestein eingeschlossen.
Das Foto zeigt das Zentrum eines Naturreaktors.

Bild: Nagra