Die Seismik erforscht den Untergrund mittels künstlicher Schwingungen (Schallwellen). Erzeugt werden diese von Vibrationsfahrzeugen oder kleinen Sprengladungen (in Bohrlöchern von wenigen Metern Tiefe). Die Wellen breiten sich im Untergrund aus und werden von den verschiedenen Gesteinsschichten reflektiert. An der Erdoberfläche zeichnen spezielle Mikrofone (Geofone) die zurückgeworfenen Schallwellen auf. Wissenschaftler werten die Daten aus und erstellen auf deren Basis Profildarstellungen. Diese geben Aufschluss über Lage und Struktur der Gesteinsschichten im Untergrund, insbesondere über Störungszonen. Moderne Seismikmethoden können selbst kleine strukturelle Unregelmässigkeiten sichtbar machen.
Die Nagra führt im Winter 2011/12 seismische Messungen in der Nordschweiz durch (Kantone Aargau und Zürich). Sie gewinnt damit zusätzliche Kenntnisse über den Untergrund und kann so den geologischen Schichtaufbau und die geologische Langzeitentwicklung vertiefter beurteilen.
Zum Weiterlesen:
www.seismik-news.ch (Website zu den seismischen Messungen 2011/2012)
In der Vergangenheit hat die Nagra bereits mehrere Seismikkampagnen durchgeführt:
| 1982 | 177 Profilkilometer | |
| 1983/84 | 220 Profilkilometer | |
| 1991/92 | 235 Profilkilometer | |
| 1996/97 | 3D-Seismik in einem Gebiet von 50 Quadratkilometern | |
| 2011/12 | 305 Profilkilometer | |
Regionale seismische Untersuchungen in den Jahren 2011/2012. Mit Vibrationsfahrzeugen werden künstlich Schallwellen ausgelöst. Am Kabel im Vordergrund hängen die Geofone, welche die Signale der Schallwellen aufzeichnen. (Bild: B. Müller)
Auslegen der Geofone. (Bild: B. Müller)