Glossar

 

Quartärbohrungen

Lockergesteinsablagerungen aus dem Quartär – dem jüngsten geologischen Zeitabschnitt, der seit ca. 2,5 Millionen ­Jahren bis heute andauert – geben Hinweise zu vergangenen Erosionsprozessen und tektonischer Aktivität. Deshalb werden diese Lockergesteine mittels Bohrungen untersucht.

Mit den Daten aus den Quartärbohrungen können diese Prozesse der Vergangenheit rekonstruiert und besser verstanden werden. Dies trägt dazu bei, dass verlässlichere Aussagen über die künftige Landschaftsentwicklung und damit die Langzeitsicherheit eines geolo­gischen Tiefenlagers gemacht werden können. Im Vergleich dazu dienen die Sondierbohrungen der Nagra vor allem der Untersuchung tiefer liegender Festgesteinsschichten.

Wo wird gebohrt?

Die Quartärbohrungen dienen der geologischen Erkundung wissenschaftlich ausgewählter Bereiche der Nordschweiz. Abhängig von den geologischen Gegebenheiten sind Bohrungen sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Standortgebiete Zürich Nordost, Nördlich Lägern und Jura Ost vorgesehen (vgl. Abbildung). Die Standorte der Bohrungen richten sich danach, wo die Lockergesteine aus dem Quartär vorkommen, und nach den Erkenntnissen der seismischen Messungen.

Auflage in den Gemeinden

Die Nagra reicht die Sondiergesuche im Zuge der erdwissenschaftlichen Untersuchungen für Etappe 3 ein. Das Bundesamt für Energie (BFE) prüft die eingereichten Gesuche. Anschliessend werden diese in den betroffenen Gemeinden aufgelegt und gleichzeitig hier als Download zur Verfügung gestellt. 

Die ersten Gesuche werden ab Mitte 2017 in den Gemeinden aufgelegt. Die Bohrarbeiten beginnen dann im darauffolgenden Jahr.

Quartärbohrungen

Standorte der Quartärbohrungen (Stand: August 2017).

Beispiel eines Bohrplatzes