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Guttannen (BE) – In diesen Tagen startet im Nagra-Felslabor Grimsel ein mehrjähriger grossmassstäblicher Demonstrationsversuch, welcher wichtige Aspekte der Funktion von Versiegelungsbauwerken in künftigen geologischen Tiefenlagern bestätigen soll. Die dazu eingebaute Versiegelung aus einem Gemisch von Sand und Ton soll die Machbarkeit des kontrollierten Gastransports aus einem Tiefenlager für radioaktive Abfälle in einer realistischen Umgebung demonstrieren.
Wettingen, 1. Juni 2012
Vor 28 Jahren hat die Nagra das auf 1730 Metern Höhe gelegene Felslabor Grimsel (FLG) in den Schweizer Alpen in Betrieb genommen. Zahlreiche Untersuchungen für die Errichtung und den sicheren Betrieb künftiger geologischer Tiefenlager für radioaktive Abfälle konnten an diesem Ort schon durchgeführt werden. In diesen Tagen wurde ein neuer Meilenstein in der Geschichte des Felslabors erreicht. Der jetzt in Betrieb genommene Versuch GAST (Gas Permeable Seal Test) untersucht die Errichtung und das Verhalten eines grossmassstäblichen Versiegelungsbauwerks (Barriere) für die künftigen geologischen Tiefenlager.
Stratis Vomvoris, Leiter IDP der Nagra: Telefon 056 – 437 13 24
Das Felslabor Grimsel befindet sich auf 1730 Meter über Meer, im 300 Millionen Jahre alten Granit beziehungsweise Granodiorit des Aarmassives und circa 400 Meter unterhalb des Juchlistocks. Im über 1 Kilometer langen Forschungsstollen wurden bislang Kernbohrungen von insgesamt knapp 5000 Meter Länge abgeteuft. Organisationen aus 11 Staaten und die EU nehmen an Experimenten im Grimsel teil. Der Zugang für Forscher ist während 365 Tagen im Jahr gewährleistet, im Winter mit Seilbahn. Für interessierte Besucher steht das FLG von Anfang Juni bis Ende Oktober nach Voranmeldung offen.
Bilder-Download: Bild 1: Einbau der Messinstrumente (JPG) (1,7 MB) Bild 2: Verkabelung der Messinstrumente (JPG) (1,9 MB) (Bildnachweis «© Comet Photoshopping GmbH / Dieter Enz»)
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