Juli 2011 |
In der Nordschweiz werden im Winter 2011/2012 seismische Messungen durchgeführt. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich über rund 100 Gemeinden der Kantone Aargau und Zürich. Die Messungen dienen der vertieften Untersuchung des geologischen Untergrundes der möglichen Standortgebiete für die Lagerung von hochaktiven Abfällen.
Die für den kommenden Winter geplanten seismischen Messungen in den Standortgebieten Nördlich Lägern und Jura Ost haben zum Ziel, zusätzliche Kenntnisse über die geologischen Strukturen zu gewinnen.
Die neuen Daten erlauben eine vertiefte Beurteilung des geologischen Schichtaufbaus und der geologischen Langzeitentwicklung.
Seismische Messungen werden in der Schweiz seit über 30 Jahren für verschiedene Zwecke routinemässig durch geführt, um geologische Strukturen im Untergrund zu erfassen. Vibrationsfahrzeuge oder kleine Sprengladungen (in wenige Meter tiefen Bohrlöchern) erzeugen schwache Schwingungen, die sich wellenartig im Untergrund ausbreiten, wo sie von den verschiedenen Gesteinsschichten reflektiert werden. Innerhalb von Sekunden erreichen diese «Echos» wieder die Erdoberfläche, wo sie mit empfindlichen Messgeräten (Geofonen) aufgezeichnet und anschliessend ausgewertet werden.